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Wolfgang Averbeck
Tel: 04471/15-315
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Raum: 1.035

Kreishaus
Eschstraße 29
49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 / 15-0

montags - freitags:
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Veranstaltungen

Artikel vom 19.03.2019 | zurück zur Übersicht

Vortrag „Fluchtpunkt Sucht“ am 27. März im Kreishaus

Resa Deilami erklärt Zusammenhänge von Traumatisierung und Suchterkrankung, Beratungsstellen stellen sich vor

Landkreis Cloppenburg - Die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Cloppenburg lädt am Mittwoch, 27. März zum kostenfreien Vortrag „Fluchtpunkt Sucht. Anderes Land - neue Herausforderungen“ von 14.00 bis 17.00 Uhr ins Kreishaus Cloppenburg, Eschstraße 29, 49661 Cloppenburg ein. Referent ist Resa Deilami, Dipl.-Psychologe und Leiter der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover.

Angesprochen sind insbesondere hauptberuflich Tätige und ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe, aber auch alle weiteren Interessierten.

Im Anschluss an den Vortrag stellen sich Fachberatungsstellen aus dem Landkreis Cloppenburg vor und stehen für Rückfragen zur Verfügung.

Anmeldungen zu der Veranstaltung sind bis zum 22. März erbeten bei Petra Thesing, Telefon 04471/15-245 oder E-mail: thesing@lkclp.de.

Hintergrund
Nach der Flucht ist das Erlebte für viele nur schwer zu verarbeiten. Traumatische Erlebnisse in der Heimat und auf der Flucht müssen bewältigt werden, ebenso der Verlust von Familie, Freunden und allem Vertrauten sowie eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache und Kultur. Der Zusammenhang zwischen einer Traumatisierung und einer Suchterkrankung ist lange bekannt. Die Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingen zeigt, dass die besonders belastende Lebenssituation dieser Menschen auch eine Suchterkrankung fördern kann.

Der Vortrag von Resa Deilami bezieht sich insbesondere auf junge Flüchtlinge, die mit ganz unterschiedlichen Ressourcen, Erwartungen und Fluchtmotivationen in ein neues Land kommen. Sie befinden sich häufig, ob unbegleitet oder begleitet, in doppelten Transformationsprozessen. Sie sind in der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen, also in der Pubertät, andererseits sind sie dabei, sich nach der Flucht aus ihrem Herkunftsland in Deutschland neu zu orientieren und sich anzupassen. Dafür benötigt es innovative, bedarfsgerechte und zielgruppenspezifische Hilfsangebote.

Der Referent und Gesprächspartner Resa Deilami ist Diplom Psychologe mit langjähriger Berufserfahrung in der Jugendhilfe und der sozialpsychiatrischen Arbeit mit (un) begleiteten minderjährigen Geflüchteten unter anderem im Kontext Trauma und Sucht. Aktuell leitet er die Koordinierungsstelle Integration in der Region Hannover. Er ist gebürtiger Iraner und kam 1994 selbst als Geflüchteter nach Deutschland.

Deilami wird in seinem Vortrag über den Umgang mit Suchtmitteln von jungen Geflüchteten eingehen. Sucht ist kein Randproblem der Gesellschaft, sondern betrifft kulturübergreifend viele Menschen in Deutschland.

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