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Pressemitteilungen

Artikel vom 01.03.2013 | zurück zur Übersicht

Krebssterblichkeit noch leicht erhöht

Krebssterblichkeit im Cloppenburger Südwesten noch leicht erhöht - Krebsneuerkrankungen sollen zukünftig einbezogen werden

Landkreis Cloppenburg - Bei den 2008 abgeschlossenen Untersuchungen zur Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen sowie Krebssterbefällen im Südwesten der Stadt Cloppenburg war vom Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) eine Erhöhung der Krebssterblichkeit festgestellt worden. Daraufhin wurde beschlossen, die Häufigkeit von Krebssterbefälle in diesem Gebiet weiter zu beobachten. Der erste Ergebnisbericht dieser Nachbeobachtung wurde jetzt vorgelegt.
Gegenüber der vorangegangenen Untersuchung ist die Krebssterblichkeit im Südwesten der Stadt Cloppenburg zurückgegangen. Zwar wurde auch im jetzt untersuchten Zeitraum 2007 bis 2011 eine leicht erhöhte Krebssterblichkeit beobachtet, die jedoch nicht als statistisch auffällig einzustufen ist. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN) hervor, der jetzt veröffentlicht worden ist.
Nach dem EKN-Bericht sind in dem Untersuchungsgebiet, das Bereiche zwischen Kessener Weg, Löninger Straße, Vahrener Straße umfasst und nach Süden bis an die Deponie Stapelfeld reicht, in den Jahren 2007 bis 2011 insgesamt 26 Personen an Krebs verstorben. Dies seien 5,6 Fälle mehr als statistisch zu erwarten waren, heißt es in dem Bericht. Zusammenfassend wird in dem EKN-Bericht festgestellt, dass das so genannte Standardisierte Mortalitäts-Verhältnis (SMR) in dem Untersuchungszeitraum 2007 bis 2011 mit 1,27 niedriger ist als in der ersten Untersuchung, wo es bei 1,46 lag. Bei den untersuchten Krebsarten habe keine der einbezogenen Diagnosen zu irgendeinem Zeitpunkt den Grenzwert erreicht, ab dem von einer statistisch auffälligen Erhöhung hätte gesprochen werden können und eine Warnung gegeben werden müsste. Da jedoch auch die unteren Grenzwerte für eine Entwarnung nicht erreicht würden, werde empfohlen, die Beobachtung fortzuführen, so das EKN. Dabei sollten die verbesserten Möglichkeiten nach der Neufassung des Gesetzes über das Epidemiologische Krebsregister genutzt und zukünftig auch die jetzt vorgeschriebenen Meldungen über Krebsneuerkrankungen einbezogen werden. Für die Fortsetzung der Untersuchung bis 2015 sollten deshalb sowohl die Neuerkrankungsfälle als auch die Mortalitätsdaten für das bisherige Diagnosespektrum ausgewertet werden, so der Vorschlag des EKN. Diese Vorgehensweise werde vom Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg befürwortet, teilt die Kreisverwaltung mit.
Die höchsten Abweichungen zwischen beobachteten und den erwarteten Krebssterbefällen gebe es bei Brustkrebserkrankungen bei Frauen, wo statt der statistisch zu erwartenden 1,5 Fälle tatsächlich fünf Sterbefälle aufgetreten seien. Auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Frauen und beim Multiplen Myelom (Krebserkrankung des Knochenmarks) bei Männern und Frauen liege die Krebssterblichkeit über dem Erwartungswert. Allerdings seien die Fallzahlen hier mit zwei beziehungsweise einem Krebssterbefall so gering, dass sie statistisch keine Aussagekraft hätten. Positive Veränderungen gegenüber der ersten Untersuchung gibt es bei Darmkrebserkrankungen von Männern. Hier waren von 1987 bis 2006 sieben Sterbefälle erfasst worden. Im aktuellen Untersuchungszeitraum ist dagegen kein Todesfall von Darmkrebs bei Männern registriert worden.
Der vollständige Untersuchungsbericht ist auf unserer Seite
Kreisverwaltung - Gesundheit - Downloadangebote unter der Rubrik Krebserkrankungen Cloppenburg abrufbar:
Krebserkrankungen Cloppenburg Südwest - Postmonitoring Endbericht (PDF)