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Pressemitteilungen

Artikel vom 14.12.2012 | zurück zur Übersicht

Standards für Arbeitnehmerunterkünfte angehoben

Landkreis hebt Standards für Arbeitnehmerunterkünfte an

Landkreis Cloppenburg - Wie vor einigen Wochen angekündigt, hat der Landkreis Cloppenburg seine bereits seit 2005 geltenden Richtlinien für Wohngemeinschaften von Arbeitnehmern überprüft. Das Ergebnis ist eine Anhebung der geltenden Mindestanforderungen und eine weitere Konkretisierung der Vorgaben. Bezüglich der Wohn- und Schlafräume sind nach einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung weiterhin maximal vier Betten pro Raum zulässig, wobei im Schlafraum für jede Person mindestens acht Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche zur Verfügung stehen müssen. Zusätzlich ist geregelt worden, dass jedes Schlaf- und Wohnzimmer über einen Flur erreichbar sein muss, so dass Hinterliegerzimmer, die nur über ein anderes Zimmer begehbar sind, ausgeschlossen werden. Darüber hinaus müssen ausreichend große Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume vorhanden sein. Alle Aufenthaltsräume müssen mindestens zehn Quadratmeter groß sein. Mit der Festlegung von mindestens 1,5 Quadratmetern pro Person wurde für die Aufenthaltsräume eine weitere Untergrenze eingezogen. Für jeweils acht Personen muss ein Herd mit vier Kochmöglichkeiten und eine ausreichend große Spüle vorhanden sein. Vorgeschrieben ist zudem ein separater Trockenraum zum Trocknen von Kleidung. Als Mindestanforderung für die sanitären Anlagen sehen die Regelungen ein Waschbecken, eine Dusche sowie eine Toilette für jeweils vier Personen vor. Alle Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltsräume müssen über Fenster verfügen, die von der Größe her ein Achtel der Grundfläche des Raumes aufweisen müssen.
Bezüglich der elektrischen Beleuchtung der Zimmer ist in den Richtlinien eine Lichtstärke von mindestens 120 Lux vorgeschrieben. Besonderes Augenmerk wird auf den Brandschutz gelegt. Neben der Beachtung der allgemeinen brandschutzrechtlichen Vorschriften werden nach den neuen Richtlinien Rauchwarnmelder in allen Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltsräumen verlangt. Weiter sind auch Feuerlöscher vorzuhalten. Bezüglich der Brandschutzvorkehrungen werden die Einzelheiten jeweils vom Brandschutzbeauftragten geprüft und die konkreten Anforderungen festgelegt.
Mit den nun bekannt gegebenen Richtlinien konkretisiere der Landkreis Cloppenburg die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse, die die Niedersächsische Bauordnung vorschreibe, informiert die Kreisverwaltung. Die Regelungen würden ab sofort bei der Genehmigung von Gemeinschaftsunterkünften für Arbeitnehmer zu Grunde gelegt. Die Kreisverwaltung werde in nächster Zeit auch verstärkt Unterkünfte kontrollieren, kündigt der Landkreis an. Um die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse flächendeckend umzusetzen, seien auch die Städte und Gemeinden mit eingebunden worden. Ihnen würden die Richtlinien zur Verfügung gestellt, damit sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Einfluss auf die Eigentümer und Vermieter von Arbeitnehmerunterkünften ausüben könnten, so die Kreisverwaltung.