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Pressemitteilungen

Artikel vom 01.02.2012 | zurück zur Übersicht

Betreuungsverein wird weiter gefördert

(von links) Renate Berg, Bernhard Freye und Landrat Hans Eveslage unterzeichneten die Vereinbarung zur Zusammenarbeit und Förderung des Betreuungsvereins.

Betreuungsverein Cloppenburg wird weiter vom Landkreis gefördert

Landkreis Cloppenburg – Eine neue Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit im Bereich des Betreuungsrechts haben der Betreuungsverein Cloppenburg e.V. und der Landkreis Cloppenburg abgeschlossen. Landrat Hans Eveslage unterzeichnete die Vereinbarung gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Bernhard Freye und seiner Stellvertreterin Renate Berg in den Räumen des Betreuungsvereins an der Molberger Straße 21. Für die Erfüllung von Querschnittsaufgaben erhält der Verein auf Beschluss des Kreistages in den nächsten drei Jahren einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro. In Anwesenheit von weiteren Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern des Betreuungsvereins unterstrich Eveslage die gute Zusammenarbeit bei der Gewinnung und Qualifizierung von Betreuern. „Wenn der Landkreis diese Aufgaben selbst erledigen müsste, würde dies einen erheblichen zusätzlichen Aufwand und höhere Kosten für die Kreisverwaltung bedeuten“, so der Landrat. Die Arbeit des Betreuungsvereins stehe nicht so sehr im Blickfeld der Öffentlichkeit. Für die Betroffenen, ihre Angehörigen und die zumeist ehrenamtlich tätigen Betreuer sei die Unterstützung jedoch unverzichtbar. Im Landkreis Cloppenburg seien derzeit für circa 1.400 Personen gesetzliche Betreuer bestellt. Jährlich würden ca. 350 bis 450 Betreuungen neu eingerichtet, informierte Eveslage.
Auf die erfolgreiche Entwicklung des Betreuungsvereins Cloppenburg wiesen der Vorsitzende Berhard Freye und Geschäftsführer Stefan Riesenbeck hin. Nach Angaben von Freye hat der Verein mittlerweile 170 Vereinsmitglieder. Die Aufgaben werden von vier hauptberuflich tätigen und zahlreichen nebenamtlichen Kräften geleistet.
Allein in 2011 seien 316 Beratungen durchgeführt und 80 ehrenamtliche Betreuer ganztägig geschult worden, so Riesenbeck. Auf Vortragsveranstaltungen seien 1.000 Teilnehmer insbesondere über Vorsorgevollmachten und über das Betreuungsrecht informiert worden. 35 ehrenamtliche Betreuer seien durch den Verein vermittelt worden. Von den 1.400 Personen im Landkreis Cloppenburg, für die ein gesetzlicher Betreuer bestellt sei, würden 170 von hauptberuflichen Kräften des Betreuungsvereins, etwa 200 von freiberuflichen Betreuern und über 1.000 von Ehrenamtlichen betreut, betonte Geschäftsführer Riesenbeck.
Als besondere Erfolgsgeschichte bezeichnete er die Umsetzung des „Werdenfelser Weges“ im Landkreis Cloppenburg. Dieses Konzept zur Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen sei im Landkreis Garmisch-Partenkirchen entwickelt und dort zuerst eingeführt worden. Danach sei es im Landkreis Cloppenburg umgesetzt worden. Wegen der guten Erfahrungen in der Praxis werde das Konzept nun von vielen Kreisen übernommen. Die Zahl der Fixierungen sei durch die Einführung von Standards und durch die Kooperation der beteiligten Stellen bereits um die Hälfte zurückgegangen. Dies bedeute erheblich mehr Lebensqualität für die betroffenen Menschen. Der Betreuungsverein wirke an der Umsetzung mit und biete hierzu Beratungen und Schulungen an, so Riesenbeck.

Info:

Der Betreuungsverein Cloppenburg e.V. wurde am 01.04.1994 durch den Landkreis Cloppenburg als zuständige Betreuungsbehörde vertraglich anerkannt. Seit dieser Zeit wird die Arbeit des Betreuungsvereins vom Landkreis Cloppenburg und vom Land Niedersachsen gefördert. Hauptaufgabe des Vereins ist die Übernahme von Betreuungen für erwachsene Personen, die infolge einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung oder Behinderung ihre Angelegenheit nicht selbst regeln können. Wichtige Aufgaben des Betreuungsvereins sind zudem die Gewinnung von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie deren Aus- und Weiterbildung. Weiterhin stehen die Unterstützung von Vorsorgebevollmächtigten und die Beratung und Information zu Vorsorgevollmachten im Fokus der Arbeit des Betreuungsvereins.