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Pressemitteilungen

Artikel vom 28.11.2011 | zurück zur Übersicht

Mehr Sozialarbeit an berufsbildenden Schulen

(von links) Gaby Droste-Kühling (BBS am Museumsdorf), Margrit Frerichs (BBS Friesoythe), Günther Lübke (BBS am Museumsdorf), Ludger Frische (Landkreis Cloppenburg), Heinz Ameskamp (BBS Technik) und Klaus Karnbrock (Caritas-Sozialwerk) unterzeichneten die Vereinbarung über ergänzende Schulsozialarbeit an den berufsbildenden Schulen.

Mehr Sozialarbeit an den berufsbildenden Schulen im Landkreis Cloppenburg - Kooperation zwischen Schulen, Landkreis und dem Caritas-Sozialwerk vereinbart

Landkreis Cloppenburg - Im Rahmen des so genannten Bildungs- und Teilhabepaketes werden seitens des Bundes ab 2011 Mittel für Sozialarbeit an Schulen zur Verfügung gestellt. Hiervon profitieren auch die drei berufsbildenden Schulen im Landkreis Cloppenburg, die in Kooperation mit dem Caritas-Sozialwerk ergänzende sozialpädagogische Angebote eingerichtet haben. Die Vereinbarung über die Zusammenarbeit wurde am Montag, 28. November, im Kreishaus Cloppenburg unterzeichnet. Erster Kreisrat Luder Frische erläuterte, dass die Bundesmittel über die Länder an die Landkreise und kreisfreien Städte weitergeleitet würden. "Entsprechend den Schülerzahlen wird die zur Verfügung stehende Summe von 780.000 Euro jährlich auf die Städte und Gemeinden sowie den Landkreis Cloppenburg als Schulträger verteilt", informierte Frische. Der Landkreis setzte seine Mittel insbesondere an den in seiner Trägerschaft befindlichen berufsbildenden Schulen ein. Von den Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf, den Berufsbildenden Schulen Technik und den Berufsbildenden Schulen Friesoythe sind sozialpädagogische Konzepte erstellt worden, die bereits seit Beginn des Schuljahres in Kooperation mit dem Caritas-Sozialwerk umgesetzt werden. Alle Schulleitungen sind sich einig: "Es ist gut, dass wir zusätzliche Unterstützung erhalten. Angesichts der Schülerzahlen und der Anforderungen ist diese Förderung dringend notwendig. Wir brauchen die Ergänzung durch sozialpädagogische Fachkräfte", betonten Günther Lübke (Schulleiter BBS am Museumsdorf), Heinz Ameskamp (Schulleiter BBS Technik) und Margrit Frerichs (stellvertretende Schulleiterin BBS Friesoythe). Bei der Umsetzung greifen die drei berufsbildenden Schulen auf das Caritas-Sozialwerk zurück. Das bestehende Netzwerk aus Diensten an Schulen, Pro-Aktiv-Center, Jugendmigrationsdienst und weiteren Einrichtungen biete gute Anknüpfungspunkte, um die Schulsozialarbeit effektiv zu gestalten, so die Vertreter der Schulen. Das Caritas-Sozialwerk stellt den Schulen ausgewählte Fachkräfte zur Verfügung. Bereichsleiter Klaus Karnbrock informiert: "Wir sehen uns als Dienstleister für den Landkreis und seine Schulen. Mit unseren Fachkräften und dem bestehenden Netzwerk wollen wir gemeinsam mit den Schulen allen Schülerinnen und Schülern die Unterstützung geben, die sie für ihre weitere Lebens- und Berufsplanung benötigen. Schulleiter Günther Lübke, lobte besonders die schnelle und unbürokratische Umsetzung durch den Landkreis Cloppenburg. Nach Angaben von Margit Frerichs gibt es an den Schulen eine große Zahl von Jugendlichen, denen elementare Regeln und Normen fehlen. Diese Defizite könnten von den Lehrkräften allein nicht aufgefangen werden. Die zusätzlichen Mittel für die Schulsozialarbeit eröffneten Spielräume für neue Maßnahmen, um alle Schüler mitzunehmen, ergänzte Heinz Ameskamp. Dies sei im Hinblick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel unerlässlich. Die Kooperationsvereinbarung über die aus dem Bildungs- und Teilhabepaket finanzierte zusätzliche Schulsozialarbeit hat eine Laufzeit bis Ende 2013.
Die Konzepte der Schulen sehen folgende Schwerpunkte vor:

BBSaM Cloppenburg

  • CSW-Fachkraft Anja Böckmann (Diplompädagogin)
  • Coaching zur Verbesserung und Steigerung der beruflichen und schulischen Leistungen
  • Erstellung eines individuellen, verbindlichen Förderplans zur Erreichung der persönlichen und schulischen Ziele.
  • Team-Teaching im Berufsvorbereitungsjahr Gastronomie und Hauswirtschaft und in der Berufsfachschule Wirtschaft Einzelhandel.
  • Gemeinsam mit dem Schulsozialpädagogen Alexander Petri übernimmt Frau Böckmann einige Stunden im sogenannten Trainingsraum. Dieser Raum dient dazu, Schülern, die den Unterricht stören, Gelegenheit zur Reflexion ihres Verhaltens zu geben.

BBS Friesoythe:

  • CSW-Fachkraft Martina Werner (Diplompädagogin)
  • Aufbau neuer sozialpädagogischer Projekte im Bereich der Prävention an den BBS Friesoythe
  • Entwickelung des Konzeptes für das "Time-Out-Projekt" gemeinsam mit dem Präventionsteam der BBS Friesoythe. In diesem Projekt werden Schüler/innen in einem sozialen Trainingsraum in der Verbesserung ihrer sozialen Verhaltensweisen angeleitet
  • Aufbau eines Mobbing-Interventionskonzeptes.
  • Einbindung von erlebnispädagogischen Angeboten für Gruppen und Klassen
  • Unterstützung bei der Kennenlern- und Einstiegsphase
  • Förderung gruppendynamischer Prozesse

BBS Technik Cloppenburg

  • CSW-Fachkraft Michael Möller (Diplompädagoge)
  • Verstärkt das Team für das "Time-Out-Projekt". Diese Einrichtung der Schule hat sich der Unterstützung und Begleitung von Schülern/innen in einem m Sozialen Trainingsraum verschrieben, die erhebliche Probleme im schulischen Alltag haben und vom Ausbildungsabbruch bedroht sind.
  • Mittels der aufsuchenden und begleitenden Sozialarbeit des eingestellten Sozialarbeiters können die schulischen Angebote stärker mit jugendpflegerischen Maßnahmen des Landkreises und anderer Jugendpflegeeinrichtungen vernetzt werden.
  • Durch die personellen und finanziellen Ressourcen aus dem BUT kann die Schule den Aufbau von erlebnispädagogischen Angeboten für Gruppen und Klassen im Übergangsbereich von Unterricht und Freizeit (z.B. Niedrigseilgarten) starten.
  • Begleitung der erlebnispädagogischen Angebote in Kennenlern- und Einstiegsphasen von Klassen.