Aktuelles & Presse

Hier finden Sie Aktuelles wie Ausschreibungen, Bekanntmachungen, Presseartikel, Standorte der Geschwindigkeitsmessung etc. des Landkreises Cloppenburg ...

Frank Beumker
Tel: 04471/15-635
Fax: 04471/15100
Raum: 1.085
Sascha Sebastian Rühl
Tel: 04471/15-447
Fax: 04471/85697
Raum: 1.085

Kreishaus
Eschstraße 29
49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 / 15-0

montags - freitags:
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Pressemitteilungen

Artikel vom 08.11.2011 | zurück zur Übersicht

Eisenbahnbrücken für höhere Achslasten ausgelegt

Freie Fahrt über die neue Soeste-Brücke gaben von links: Landrat Hans Eveslage, Thorben Haak (Kreistagsmitglied), Uwe Brinkmann (EEB), Hubert Frye (Bürgermeister Saterland), Bernhard Norenbrock (Kreistagsmitglied), Leonhard Rosenbaum (Kreistagsmitglied), Johannes Loots (Kreistagsmitglied), Marianne Fugel (Kreistagsmitglied), Gerrit Kappernagel (Fa. Klasmann-Deilmann), Hartmut Frerichs (Kreistagsmitglied), Nikolai Rutkowski (Fa. Klasmann-Deilmann), Katharina Deeben (Wirtschaftsförderung Landkreis Cloppenburg) und Bernd Schulte (Bürgermeister Barßel)

Barßel/Saterland - Auf der Eisenbahnstrecke Sedelsberg-Ocholt können ab sofort Güterzüge mit höherer Achslast fahren. Hierfür sind in den vergangenen Wochen vier Eisenbahnbrücken entsprechend ausgebaut worden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden die Brücken jetzt für den Verkehr freigegeben. "Die Unternehmen, die die Eisenbahnstrecke Sedelsberg Ocholt für Gütertransporte nutzen, haben seit langem eine Aufstufung von der bisherigen Streckenklasse C in die nächst höhere Streckenklasse D gefordert, um eine bessere Auslastung der Züge zu erreichen", erläuterte Landrat Hans Eveslage. Durch die Erhöhung der zulässigen Achslast von 20 Tonnen auf 22,5 Tonnen könnten pro Waggon zehn Tonnen zusätzlich befördert werden. Voraussetzung hierfür sei ein Neubau der Brücke über die Soeste und eine Aufrüstung der Brücken über den Elisabetfehnkanal, über das Godensholter Tief und über die Ocholter Bäke gewesen, informierte Eveslage. Nach Angaben des Geschäftsführers der Emsländischen Eisenbahn, Uwe Brinkmann, konnten die Sanierungsarbeiten an zwei Wochenenden durchgeführt werden, so dass die Strecke nur kurzzeitig gesperrt werden musste. Die knappe Bauzeit sei möglich gewesen, weil vorgefertigte Teile eingebaut worden seien.
Die Gesamtkosten für die Ertüchtigung der vier Brücken betragen rund 800.000 Euro. Diese Kosten teilen sich die Landesnahverkehrsgesellschaft (50 Prozent), der Landkreis Cloppenburg (25 Prozent), die torfverladende Industrie (17,5 Prozent), die Gemeinde Saterland (4,3 Prozent) und die Emsländische Eisenbahn (3,2 Prozent). Weil insbesondere die Unternehmen der Torfindustrie auf die Bahnstrecke angewiesen seien, sei die Kostenbeteiligung als Wirtschaftsförderung zu sehen, erklärte Eveslage. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. Ferner sollten Straßen und Verkehre entlastet und Frachten, die zwischenzeitlich auf die Straße verlagert wurden, wieder auf die Schiene zurückgeführt werden.
Die Emsländische Eisenbahn hat die Güterverkehrsstrecke Sedelsberg-Ocholt im Jahr 2001 von der Deutschen Bahn übernommen. Bezüglich der Unterhaltung der Strecke bestehen vertragliche Regelungen mit dem Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Cloppenburg gewährt aus strukturpolitischen Gründen Zuschüsse zur Sanierung und Unterhaltung der Schieneninfrastruktur.