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Pressemitteilungen

Artikel vom 19.01.2011 | zurück zur Übersicht

Keine Asthma-Gefahr durch Babyschwimmen

Gesundheitsamt sieht keine Asthma-Gefahr durch Babyschwimmen

Landkreis Cloppenburg - Das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg sieht keine gesicherten Anhaltspunkte dafür, dass durch das Babyschwimmen die Entstehung von Asthma begünstigt wird. Mit dieser Feststellung reagiert der stellvertretende Amtsleiter Dr. Daniel Tabeling auf einen Bericht des Umweltbundesamtes, der zur Verunsicherung bei Eltern geführt hat. Das Umweltbundesamt hatte die Empfehlung ausgesprochen, bei Kindern unter zwei Jahren mit familiärer Belastung hinsichtlich allergischer Erkrankungen bis zur abschließenden Klärung der Sachlage auf das Babyschwimmen zu verzichten, da eine Erkrankung an Asthma bei dieser Personengruppe nicht mit Sicherheit auszuschließen sei. "Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hält diese generelle Warnung für unangebrachte Panikmache. Diese Einschätzung wird auch vom Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg geteilt", erklärt Dr. Tabeling. Grundsätzlich könne nicht jede hypothetische Gefährdung ausgeschlossen werden. Wer jedoch Bedenken hinsichtlich seines Kindes habe, solle sich vertrauensvoll an seinen Arzt zwecks Beratung wenden. Auch das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg stehe diesbezüglich gerne zur Verfügung, so der Amtsarzt. Das Schwimmen sei allgemein als eine gesundheitsfördernde Aktivität anerkannt und besitze einen sehr hohen Stellenwert in der Freizeit, beim Sport und im Schulunterricht. Seit den 70-er Jahren würden Schwimmkurse für Säuglinge und junge Kleinkinder angeboten, die sich als Babyschwimmen mit zunehmender Beliebtheit etabliert hätten. Dies sei insbesondere in der Entwicklungsförderung durch einen sehr engen Eltern-Kind-Kontakt begründet.
Die aktuelle Diskussion bezieht sich auf ein bei der Chlorung des Badewassers entstehendes Desinfektionsnebenprodukt, das Trichloramin. Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung ergaben sich gewisse Hinweise, dass Trichloramin zur Entwicklung von Asthma beitragen könnte. Trichloramin entsteht durch die Reaktion von Chlor mit organischen Stickstoffverbindungen, die durch Schweiß, Hautschuppen, Kosmetika und auch Urin ins Badewasser eingetragen werden. Es wird als Gas in die Umgebung abgegeben und ist als "typischer Hallenbadgeruch" wahrzunehmen. Zur Reduktion dieses Nebenproduktes stehen technische Verfahren zur Verfügung, welche von den Betreibern von Hallenbädern umgesetzt werden müssen. Die Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig durch das Gesundheitsamt kontrolliert. Zusätzlich zu den technischen Reduktionsverfahren kann jeder Badende zur Vermeidung von Trichloramin beitragen, in dem er sich vor Badebeginn ausgiebig duscht und so den Eintrag organischer Stickstoffverbindungen um ein Vielfaches reduziert.