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Pressemitteilungen

Artikel vom 18.11.2010 | zurück zur Übersicht

Anti-Aggressivitäts-Training für junge Straftäter

Das neue Hilfeangebot für junge Straftäter wurde im Kreishaus von (von links) Josef Sieverding (Leiter Sozialer Dienst des Jugendamtes), Irmgard Lottmann (Jugendamtsleiterin), Hildegard Wurmbach-Svatek (Jugendstrafrichterin), Thomas Nowarra (Diplom Sozialarbeiter im Jugendamt) und Simone Schnieders-Kröger (Jugendstrafrichterin) vorgestellt.

Landkreis Cloppenburg - Mit einem neuen Hilfeangebot will das Jugendamt des Landkreises Cloppenburg erreichen, dass straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene zukünftig gewaltfrei leben. Die durch Prügeleien und andere Gewaltanwendungen aufgefallenen Heranwachsenden sollen sich in einem von Fachkräften geleiteten Anti-Agressivitäts-Training (AAT) mit ihren Aggressionen auseinandersetzen. Hierdurch sollen sie lernen, bei auftretenden Konflikten oder Provokationen auf Gewaltanwendung zu verzichten. "Das AAT beruht auf einer gemeinsamen Initiative des Jugendamtes und der Jugendstrafrichter des Amtsgerichts Cloppenburg. Sowohl das Jugendamt als auch die Jugendstrafrichter sehen in dem AAT eine passgenaue Hilfe, damit auffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene ihr abweichendes Verhalten abtrainieren können", erläutert Josef Sieverding, Leiter des Sozialen Dienstes im Jugendamt.
Das AAT läuft über einen Zeitraum von sechs Monaten und umfasst insgesamt 70 Trainingsstunden. Durchgeführt wird der Trainingskurs im Auftrag des Jugendamtes vom Fachzentrum für Kinder, Jugend- und Familienhilfe in Freistatt-Bethel. Alle eingesetzten Kursleiter verfügen über eine zertifizierte Ausbildung zum Anti-Aggressivitäts-Trainer.
Die straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden im Alter von 16 bis 21 Jahren nehmen aufgrund einer richterlichen Auflage an dem Trainingskurs teil. Bei sieben der insgesamt acht männlichen Teilnehmer wurde das AAT als Bewährungsauflage in einem Strafverfahren erteilt. Die Nichtteilnahme oder mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit können somit zum Widerruf der Bewährung führen. Deshalb sind auch die Bewährungshelfer des Justizsozialdienstes mit in die Arbeit eingebunden.