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Pressemitteilungen

Artikel vom 30.09.2010 | zurück zur Übersicht

Gesundheitsamt überwacht Trinkwasser

Bisher keine Probleme mit Legionellen

Landkreis Cloppenburg - Das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg überwacht nach den gesetzlichen und fachlichen Vorgaben die Qualität des Trinkwassers, angefangen von der Trinkwassergewinnung im Brunnen bis zur Abgabe aus dem Wasserhahn in den Hausinstallationen von öffentlichen Gebäuden. In sensiblen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Kindergemeinschaftseinrichtungen und öffentlichen Bädern, erfolgt eine regelmäßige Beprobung, die in Art und Umfang nach einer Prioritätenliste abgestuft ist. „Insgesamt überwacht das Gesundheitsamt regelmäßig 136 öffentliche Gebäude im Hinblick auf die Qualität des Trinkwassers, auch auf eine potentielle Verkeimung mit Legionellen. Dabei sind in den zurückliegenden fünf Jahren lediglich zwei Nachweise einer Verkeimung mit Legionellen festgestellt worden“, informiert die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Elisabeth Blömer. Die Kontrollergebnisse zeigten, dass die Hausinstallationen entsprechend den anerkannten Regeln der Technik betrieben würden, so Dr. Blömer. Zudem sei in den beiden Fällen, in denen Keime nachgewiesen wurden, auch nicht die Zentralwarmwasseranlage oder das Leitungsnetz betroffen gewesen, sondern der Bereich der Armaturen. Dies ist nach Angaben der Gesundheitsamtsleiterin ein bekanntes Problem: Während im zentralen Warmwassererhitzer und dem Leitungsnetz Temperaturen von 60 °C und mehr bestehen und hierdurch Krankheitskeime abgetötet werden, sind entsprechend notwendige Temperaturen in den Armaturen nicht umsetzbar, da diese von den dort verwendeten Materialien (Plastik, Gummidichtungen) nicht toleriert werden. Hier kann es deshalb unter Umständen zu einer Verkeimung kommen, insbesondere dann, wenn die Armaturen nur sehr selten genutzt werden. Um einer Verkeimung entgegenzuwirken, empfiehlt das Gesundheitsamt alle Wasserhähne und Brauseköpfe regelmäßig zu nutzen. So würden mögliche Verunreinigungen praktisch ausgespült. Sofern dies nicht gewährleistet sei, müssten verunreinigte Schläuche und Duschköpfe als ultima ratio ausgetauscht werden.

Legionellen sind ein durchaus ernstzunehmender Erreger hinsichtlich Erkrankungen der Lunge. Erstmalig beschrieben wurde dieses Bakterium bei einem Ausbruches im Juni 1976 Philadelphia/USA. Auf einem Treffen amerikanischer Kriegsveteranen erkrankten damals 181 ehemalige Soldaten (amerik.: legionnaire) an einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung, hierdurch bekannt geworden als Legionärskrankheit. Die Bakterien benötigen Wasser zum Überleben und sind recht häufig in Gewässern nachweisbar. Zur Übertragung auf den Menschen benötigen sie jedoch kleinste Wassertropfen (sog. Aerosole) als Transportmedium. Das Vorkommen von Legionellen in Hausinstallationen kann insbesondere bei älteren und abwehrgeschwächten Personen sowie bei Kindern zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Daher erfolgen die Untersuchungen im öffentlichen Bereich primär in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kindergemeinschaftseinrichtungen.