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Artikel vom 20.06.2022 | zurück zur Übersicht

Schwangerschaft und Stillzeit: Ein kleines Glas Sekt kann großen Schaden anrichten

Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind Thema von Ausstellung und Vorträgen im Foyer des Kreishauses

Haben die Ausstellung organisiert (v.l.): Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille, Eva Grave (Skf), Julia Schmidt (Skf) und Katharina Deeken (Edith Stein Stiftung). Rebecca Kündiger vom Netzwerk Frühe Hilfen fehlt auf dem Bild.

Landkreis Cloppenburg. „Ein kleines Gläschen Wein schadet nicht“. Solche oder ähnliche Sätze hören Schwangere auch heute noch von ihrem Umfeld und teilweise sogar von Ihren betreuenden Ärzten. Doch bis heute ist nicht genau nachweisbar, welche Menge Alkohol für das ungeborene Kind schädlich ist und ob es eine unbedenkliche Menge Alkohol überhaupt gibt. Dr. Sonja Robben, Gynäkologin aus Cloppenburg stellt daher klar: „Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Kind führen. In Deutschland werden jedes Jahr tausende Kinder mit einer Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung geboren (FASD). Davon bis zu 4000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS).“ Hierbei handelt es sich um Wachstumsstörungen, Fehlbildungen mit auffälligem Gesicht und Störungen des zentralen Nervensystems.

„Schon kleine Mengen Alkohol wie das eine Glas Sekt zur Geburtstagsfeier in der Familie können Schädigungen auslösen. Daher sollte jede Schwangere komplett auf Alkohol verzichten“, betont die die Frauenärztin nachdrücklich. Zudem sollte jeder und jedem bewusst sein, dass die Schädigungen beim Kind irreversibel sind. „Das heißt, dass es keine heilende Therapie gibt. So bleiben Intelligenzminderungen und neurologische Auffälligkeiten ein Leben lang bestehen“, warnt die Medizinerin.

Auf die Gefahren von bewusst konsumiertem oder auch unbewusst konsumiertem Alkohol und die möglichen Folgen soll die interaktive Ausstellung „Wenn schwanger dann Zero Alkohol“ und die dazugehörigen Veranstaltungen im Foyer des Kreishauses aufmerksam machen. Eine Kooperation aus dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Cloppenburg, der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention der Stiftung Edith Stein, der Kreisjugendpflegerin des Landkreises Cloppenburg und dem Netzwerk Frühe Hilfen Landkreis Cloppenburg hat ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Am Montag, 27. Juni, findet von 14 Uhr bis 17.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung mit Fachvorträgen statt. Es sprechen:

  • Gisela Bolbecher, 1. Vorsitzende des FASD Netzwerks Nordbayern e.V.
  • Heike Kramer, 2. Vorsitzende des FASD Netzwerks Nordbayern e.V.,Vorsitzende Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung.

Themengebiete der Vorträge: Medizinische Grundlagen; Umgang mit FASD; Herausforderungen im Alltag und in der Schule; Perspektiven für Erwachsene mit FASD; Prävention von FASD.

Von Dienstag bis Donnerstag, 28. bis 30. Juni, steht die Ausstellung in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr interessierten Bürgern zur Verfügung. Sie ist öffentlich im Foyer des Kreishauses zugänglich.

Weitere Fachvorträge am Mittwoch, 29. Juni, von 15 Uhr bis 17.30 Uhr:

  • med. Dorothee Veer, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Leitung SozialPädiatrische Ambulanz- und Therapiezentrum (SPATZ) in Meppen spricht über die medizinischen Aspekte von FASD.
  • Im Anschluss referiert Gisela Michalowski, Vorsitzende des Vereins FASD Deutschland und Mutter von vier erkrankten Pflege- und Adoptivkindern zum Thema „Leben mit FASD“.

 

Anmeldungen für Fachleute und interessierte Bürger*innen für die Fachvorträge sind nötig und noch bis zum 22. Juni möglich per E-Mail an : GRAVE@SKF-CLOPPENBURG.DE oder telefonisch unter : 04471/ 95 82 890.