Aktuelles & Presse

Hier finden Sie Aktuelles wie Ausschreibungen, Bekanntmachungen, Presseartikel, Standorte der Geschwindigkeitsmessung etc. des Landkreises Cloppenburg ...

Frank Beumker
Tel: 04471/15-635
Fax: 04471/15100
Raum: 1.079
Sascha Sebastian Rühl
Tel: 04471/15-447
Fax: 04471/85697
Raum: 1.079

Kreishaus
Eschstraße 29
49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 / 15-0

montags - freitags:
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Pressemitteilungen

Artikel vom 19.01.2022 | zurück zur Übersicht

Impfteams ziehen positive Bilanz nach 279 geimpften Kindern

Ablauf an junge Impflinge angepasst

Reham Ali und Dr. Anno Feldmann haben nach den ersten Corona-Schutzimpfungen mit 5- bis 11-Jährigen eine positive Bilanz gezogen.
Kleine Giveaways sollen dafür sorgen, dass die Schutzimpfung in guter Erinnerung bleibt.
Reham Ali boostert Thomas Kruse aus Barßel. Die 24-Jährige hat seit Beginn der Pandemie unzählige Erwachsene und nun auch Kinder geimpft.
Mit einer Tapferkeitsurkunde gehen die Kinder nach der Schutzimpfung mit einem guten Gefühl nach Hause.

Landkreis Cloppenburg. Anstrengender, aber auch erfüllend: So haben die Impfteams des Landkreises Cloppenburg die ersten Kinderimpfungen gegen das Coronavirus erlebt. Seit vergangener Woche ist es möglich, an Sonderimpftagen Fünf- bis Elfjährige schnell und unkompliziert impfen zu lassen. „Die Kinderimpftage sind ganz anders als die für die Erwachsenen“, berichtet Reham Ali vom Deutschen Roten Kreuz, die seit Januar 2020 als Impferin eingesetzt ist. „Man muss viel Ruhe bewahren, Mut zusprechen, sich bei jedem Kind hinhocken, um mit ihm auf Augenhöhe zu sprechen. Aber die Kinder sind auch so glücklich, wenn sie es hinter sich haben“, berichtet die 24-Jährige. An einem Tag habe sie über 200 Kindern Mut und Lob zugesprochen, während die Erwachsenen an einem Impftag nach kurzer sachlicher Information den Prozess durchlaufen. 

Im Gegensatz zur Impfung beim Kinderarzt ist die Impfung eines Kindes in einem der Impfstützpunkte des Landkreises etwas anders. „Hier gibt es kein buntes Behandlungszimmer und wenn das Kind zur Impfung kommt, blickt es vier Leuten mit Maske entgegen: das ist schon etwas gruselig“, erklärt Impfarzt Dr. Anno Feldmann, der 27 Jahre Chefarzt der Gynäkologie am St. Josef-Hospital war. Dafür sei aber der Ablauf etwas kindgerechter gestaltet worden. „Am Anfang kann sich jedes Kind ein buntes Pflaster aussuchen, das sorgt für ein wenig Vorfreude, denn das soll ja auch genutzt werden. Nach der Impfung gibt es je nach Alter eine Tapferkeits-Urkunde sowie auch einen Kugelschreiber in Spritzenform und Bonbons. Das macht richtig Spaß, zu sehen wie begeistert die Kinder sind, vor allem die Tapferkeitsurkunde ist das Tollste“, sagt Reham Ali. Während der Impfungen hätten die Teams spaßeshalber Studien betrieben, welches Kind wohl mit welchem Pflaster kommen würde: „Das Pflaster mit dem Affen ging bei uns ganz schlecht, aber der Hund, der schwarze und der pinke Pirat waren beliebt“, resümiert Ali, die gelernte medizinische Fachangestellte ist.

„An erster Stelle steht bei uns das Kind“, betonen Ali und Feldmann. „Wir nehmen uns auch viel Zeit, machen keinen Druck, es wird ja auch niemand gezwungen. Wenn das Kind nicht einwilligt, gibt es auch keine Impfung. Wichtig ist hier der Konsens von allen Beteiligten“, erzählt Reham Ali. Von über 250 Impflingen hätten sich drei oder vier am Ende dagegen entschieden oder seien aus anderen Gründen nicht geimpft worden. „Es würde keinen Sinn machen, die Kinder zu impfen, wenn sie nicht auch Vorteile dadurch hätten. Die Empfehlungen der Expertengremien liegen vor, der Immunschutz steigt, die Nebenwirkungen sind verschwindend gering, der Impfstoff also sicher. Und viele Kinder wollten sich auch unbedingt impfen lassen, waren bereits sehr aufgeklärt und hatten schon ein für ihr Alter großes Wissen darüber“, zählt Anno Feldmann auf. Er sieht noch einen weiteren Vorteil der Impfung: „Die Isolation der Kinder von ihren Großeltern hat zu viel Leid geführt. Die Impfungen senken nachweislich die Ansteckungsgefahr und es wird wieder ein sorgenfreier Umgang der Kinder mit Angehörigen in den Risikogruppen möglich.“ Ali und Feldmann sind vom Sinn und Nutzen der Impfungen für Fünf- bis Elfjährige überzeugt: „Hätten wir selbst Zweifel daran, würden das die Kinder sofort spüren.“

Unter https://www.impfung-clp.de sind kostenfrei und schnell zahlreiche Impftermine im Landkreis Cloppenburg buchbar. Folgende Impftermine für Kinder stehen im Januar zur Verfügung:

  • 20. Januar, 14.30 bis 19 Uhr, Impfstützpunkt Bethen
  • 22. Januar, 10.15 bis 15.30 Uhr, Impfstützpunkt Altenoythe
  • 25. Januar, 14 bis 19 Uhr, Impfstützpunkt Elbergen
  • 27. Januar, 14 bis 19 Uhr, Impfstützpunkt Elbergen
  • 29. Januar, 9.30 bis 15.30 Uhr, Impfstützpunkt Altenoythe