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Pressemitteilungen

Artikel vom 07.01.2022 | zurück zur Übersicht

Wolfgang Averbeck verlässt nach über 46 Jahren die Kreisverwaltung

Mit 16 eingetreten, mit 62 in den Ruhestand

Verabschiedeten den „Herrn der Säle, Kunstwerke und Weihnachtsdekoration“ Wolfgang Averbeck (Mitte) nach fast einem halben Jahrhundert in den Ruhestand (v.l.): Personalratsvorsitzender Klemens Sieverding und Landrat Johann Wimberg.

Landkreis Cloppenburg. Ein Urgestein der Kreisverwaltung Cloppenburg ist nun nach über 46 Jahren im kleinen Kreis von Kollegen und Vorgesetzten mit großen Emotionen verabschiedet worden. Wolfgang Averbeck kann auf eine besondere Karriere in der Kreisverwaltung zurückblicken. 

„Auch im Kreishaus beginnt das Alphabet mit A“, sagte Landrat Johann Wimberg in Anspielung auf Averbecks Namen. Man könne es sich kaum vorstellen, dass Wolfgang Averbeck bald nicht mehr zum aktiven Team der Kreisverwaltung gehöre, so der Landrat in seiner Laudatio. „Ich bin erst sieben Jahre hier, Sie über 46 Jahre“, sagte Wimberg. Mit Wolfgang Averbeck habe die Kreisverwaltung einen Mitarbeiter gehabt, der stets fast alles mit Begeisterung gemacht habe und immer engagiert gewesen sei. „Mir haben Sie unverblümt Ihre Meinung gesagt. „Davon halte ich nichts“ und „Sagen Sie mir, wie Sie es haben wollen, Sie sind der Chef“. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit Ihnen zu arbeiten“, sprach Wimberg bei der Verabschiedung. Averbeck sei ein echtes Original, das man nur ungern gehen lasse. Äußerlich sei das Ruhestandsalter nicht sichtbar. „Aber es ist so“, bekräftige Averbeck seinen Fortgang. Wimberg wünschte Averbeck für den neuen Lebensabschnitt viel Freude, Gesundheit und Zeit für schöne Dinge. Der sichtlich berührte Wolfgang Averbeck betonte, dass er sich nun darauf freue mal gar nichts zu machen. „An ehrenamtlichen Angeboten mangelt es mir nicht, aber erstmal will ich Zeit für die Familie.“

Averbeck war in seiner Zeit seit 1975 in zwei Kreishäusern beschäftigt, zunächst an der Burgstraße und dann an der Eschstraße, in zwei Abteilungen, Registratur sowie Organisationsangelegenheiten und Wahlen. Er hat in dieser Zeit vier Chefs erlebt, „zwei Oberkreisdirektoren und zwei Landräte.“ Und insgesamt 26 Wahlen organisiert und ein Staatsbegräbnis mit vorbereitet. Darüber hinaus zeichnete er sich verantwortlich für die Vorbereitung von 121 Ausstellungen im Kreishaus. Als „Herr der Säle und Konferenzräume“ kam man um ihn als Schlüsselmeister nicht herum, wenn Gäste im Kreishaus empfangen werden sollten. Dazu verwaltete er die zeitgenössische Kunstsammlung im Kreishaus. Ein enger und guter Kontakt zu allen Kolleginnen und Kollegen war ihm dabei stets wichtig.

Gleichzeitig verwaltete er die Büroausstattung der Kreisverwaltung und war dadurch beruflich im gesamten Kreishaus unterwegs. Es wird im Kreishaus sicherlich keinen Mitarbeiter geben, der Wolfgang Averbeck nicht kannte. „Hier konnte ich mich immer ausleben und kreativ sein“, sagte er. „Ich konnte im Beruf immer das tun, was mein Naturell ausmachte und da bleibt es mir nur, danke zu sagen – und Tschüsss.“ Bei Eintritt in den Dienst für den Landkreis war Averbeck 16 Jahre alt, bei seinem Austritt 62. Er hat sein gesamtes Berufsleben dem Landkreis Cloppenburg gewidmet.

Averbecks Weg durch die Verwaltung begann am 1. August 1975 als Dienstanfänger mit dem Ziel der Übernahme in den Vorbereitungsdienst der Laufbahn des mittleren allgemeinen Verwaltungsdienstes. Ab 1978 hatte er das Sachgebiet Zentrale Registratur, Posteingang, Vorschriftenstelle inne. Gleichzeitig erfolgte die Ernennung zum Kreisassistent. Nach seiner Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit im Jahr 1986 folgte eine Ernennung zum Kreishauptsekretär. Zwischen 1989 und 1993 übernahm der Cloppenburger die Leitung der Zentralregistratur. Seit August 1993 kümmerte er sich um das Sachgebiet Organisationsangelegenheiten und Wahlen, zuletzt im Rang eines Kreisamtsinspektors mit Zulage.

Auch Personalratsvorsitzender Klemens Sieverding dankte Wolfgang Averbeck für seine Leistungen: „Von dir haben Kolleginnen und Kollegen immer das bekommen, was sie benötigten. Du hast hier viele Dinge angeregt und geschaffen sowie dafür gesorgt, dass wir uns modernisieren.“ Averbeck habe für Zusammenhalt gesorgt, indem er gelungene Betriebsfeste organisiert habe, durch die die Moral gestärkt worden sei. Auch der festliche Schmuck des Kreishauses zur Advents- und Weihnachtszeit sei fest mit dem Namen Wolfgang Averbeck verbunden. „Du hast dafür gesorgt, dass wir uns hier wohlfühlen. Du kanntest den Laden hier aus dem FF. Das ist hier überall bekannt: Du musst nur Wolfgang fragen, der hat eine Antwort“, so der Personalratsvorsitzende.