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Pressemitteilungen

Artikel vom 08.09.2021 | zurück zur Übersicht

Zusammenarbeit mit der Bundeswehr endet nach fast einem Jahr

Landrat Johann Wimberg verabschiedet die letzten Soldaten aus dem Impfzentrum

Verabschiedeten die Soldaten: Annette Ostermann vom Impfzentrum (4. V.l.), Oberstleutnant Hubertus Pleye (5. v.l.), Stabsfeldwebel Martin Withake (2. v.r.) und Landrat Johann Wimberg (rechts). Foto: Sascha Rühl/ LK Cloppenburg

Landkreis Cloppenburg. Nach fast einem Jahr endet in dieser Woche die Amtshilfe der Bundeswehr im Landkreis Cloppenburg. Manche Soldaten blieben über ein halbes Jahr, andere waren nur wenige Tage vor Ort, das Einzugsgebiet der die Kreisverwaltung unterstützenden Soldaten reicht von den umliegenden Landkreisen bis nach Hannover oder den Landkreis Rotenburg/Wümme. Die Soldaten verstärkten die Kontaktermittlung, die Quarantäneteams, sie halfen im Testzentrum des Landkreises, nahmen Abstriche in Alten- und Pflegeheimen, unterstützten die mobilen Impfteams oder halfen beider reibungslosen Organisation des Impfzentrums. Über 100.000 Impfungen werden am Ende der Kampagne durch das Team des Impfzentrums verabreicht worden sein.

„Was wir zusammen erlebt haben ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Wir haben hier durch den absolut reibungslosen Ablauf im Impfzentrum ganz konkret gespürt, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert hat. Hier und an anderen Stellen haben Sie den Menschen in unserem Landkreis Hilfe und Unterstützung gegeben“, dankte Landrat Johann Wimberg den sieben noch verbliebenen Soldaten. Ihm sei von Bürgerinnen und Bürgern stets nur von freundlichen und hilfsbereiten Soldatinnen und Soldaten berichtet worden. „Sie waren das Aushängeschild der Truppe im Landkreis Cloppenburg und wir sind stolz und dankbar, dass Sie uns und ihrem Land auf diese Weise dienen“, betonte der Landrat. Der Landkreis werde die Mithilfe der Soldaten bei der Bewältigung der Pandemie in bester Erinnerung behalten. Auch dem Kreisverbindungskommando dankte Wimberg für die „generalstabsmäßige Planung“ der Amtshilfe und der Ermöglichung einer reibungslosen Kommunikation zwischen Landkreis und Bundeswehr. Die meisten Soldatinnen und Soldaten kamen aus der Stabskompanie der 1. Panzerdivision, aus der Fernmeldekompanie der 1. Panzerdivision (beide aus Oldenburg) und aus dem Jägerbataillon aus Rotenburg/Wümme. 

Auch Oberstleutnant Hubertus Pleye vom Kreisverbindungskommando (KVK) dankte den Soldaten vor dem Ende ihres Einsatzes in der Heimat. „Der Einsatz in der Kaserne ist ein anderer als hier. Hier stehen Sie stets in der Öffentlichkeit und ihre eintrainierten militärischen Verhaltensweisen werden von Zivilisten vielleicht anders aufgefasst als Sie denken. Dennoch gab es immer sehr positives Feedback und am Ende haben sie für ein positives Ansehen der Bundeswehr in diesem Landkreis gesorgt.“

Zu Spitzenzeiten waren bis zu 18.000 Soldaten im Kampf gegen Corona eingesetzt, erläuterte der Oberstleutnant. „Zum Beispiel beim Aufbau und Betrieb von Notfallkrankenhäusern, die Truppe leistete die logistische Verteilung der Impfdosen oder stellte medizinisches Personal für zivile Krankenhäuser“. Das KVK habe bei seinem ersten „scharfen“ Einsatz in der Geschichte des Landkreises die Abläufe und die internen Absprachen mit den zuständigen Behörden und Ämtern kontinuierlich verbessern können. „Einen Routinebetrieb wird es in solchen Fällen zwar nicht geben, dennoch ziehen wir ein sehr positives Fazit in der Zusammenarbeit“, sagte Pleye. 

„Für das Kreisverbindungskommando endet zwar der Einsatz offiziell auch jetzt im September, aber durch interne Weiterbildungen und Übungen, die auch vorgeschrieben sind, bereitet sich das KVK auf weitere eventuelle Einsätze vor.“ Besonderer Dank gelte Stabsfeldwebel Martin Withake, der als Reservist seit Beginn im Oktober 2020 bis heute ununterbrochen im Lagezentrum des Landkreises tätig war. „Ohne ihn wäre es für das KVK eine zusätzliche Herausforderung gewesen, den Landkreis dauerhaft in dieser Form zu unterstützen“, betonte Pleye, der hoffte, dass die Bundeswehr nun erst einmal nicht mehr im Inland gefordert sein wird. 

Auch Annette Ostermann vom Team des Impfzentrums dankte für die erfolgreiche Zeit. „Die Zusammenarbeit im Impfzentrum hat immer hervorragend geklappt und diese Krise hätten wir ohne Sie nicht abgearbeitet. Wir hatten eine tolle Zusammenarbeit die wir jederzeit wieder in Anspruch nehmen würden, wenn es die Lage erforderlich machen sollte.“

Es sind Begebenheiten wie beispielsweise diese, die am Ende der Pandemie im Gedächtnis des Landkreises bleiben werden. Das Ehepaar Leni und Alfred Dittrich hat von sich aus am Parkplatz an der Thülsfelder Talsperre die dort in Regen, Kälte oder Hitze stehenden Soldaten immer wieder unentgeltlich und zuvorkommend mit Getränken, Eis, Snacks, mal einem Sonnenschirm und aufbauenden Worten bei ihrer Arbeit unterstützt. „Seit Beginn des Einsatzes kümmert sich das Ehepaar Dittrich stets um das Wohl der dort bei Wind und Wetter eingesetzten Soldaten“, betonte Stabsfeldwebel Martin Withake. So war es für die Soldaten selbstverständlich, sich für eine kleine Aufmerksamkeit und eine Dankesurkunde, unterschrieben von Landrat Johann Wimberg, einzusetzen. Das Ehepaar zeigte sich überrascht und berührt über die Ehrung und begründete ihre Unterstützung mit den Worten, das dies aus ihrer Sicht „selbstverständlich“ sei.