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Pressemitteilungen

Artikel vom 26.02.2021 | zurück zur Übersicht

Dezentrales Impfen auch für über 70-Jährige und Berufsgruppen

Grundschulen, Kitas, Tagespflege, Haus- und Zahnärzte bekommen Angebot

Landkreis Cloppenburg. Das Pilotprojekt des dezentralen Impfens wird fortgesetzt und weiter ausgedehnt. Darauf haben sich in dieser Woche Landrat Johann Wimberg und die Bürgermeister der 13 kreisangehörigen Städte und Gemeinden verständigt. 

Durch zusätzliche Impfstofflieferungen durch das Land Niedersachsen kann der Zeitplan der Impfungen für die Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre gestrafft werden. Ein neuer Zeitplan wurde nun aufgestellt, bei dem die gestiegene Impfstoffmenge berücksichtigt worden ist.

Die nächsten Erstimpfungen der über 80-Jährigen finden an diesen Terminen statt, die Kontaktaufnahme erfolgt über die Städte und Gemeinden:

Saterland​ ​

Mittwoch bis Freitag, 3. bis 5. März

Emstek​​ 

Montag, 8. März

Friesoythe​​

Freitag bis Samstag, 19. Bis 20. März

Bösel​​ 

​Donnerstag, 4. März und Freitag, 5. März

Molbergen​​ 

Mittwoch, 17. März

Garrel​​​ 

Montag, 1. März, Mittwoch, 3. März

Gleichzeitig bereiten sich der Landkreis und die Städte und Gemeinden auf die Impfungen von weiteren priorisierten Berufsgruppen vor. Nachdem bereits das Personal der Krankenhäuser geimpft worden ist, werden nun die Beschäftigten in Haus- und Zahnarztpraxen versorgt. Gleichzeitig sollen auch Lehrer in Grund- und Förderschulen, Erzieher, Tagespflegepersonen sowie weitere Beschäftigte in diesen Einrichtungen versorgt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger über 65, 70 und 80 Jahren werden die Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna verwendet, für die Angehörigen der oben aufgezählten Berufsgruppen unter 65 Jahren muss der Impfstoff von Astra Zeneca eingesetzt werden. 

Der Landkreis und seine Städte und Gemeinden gehen damit eine Mammutaufgabe an. Die Gruppe der über-70-Jährigen ist wesentlich größer als die der über-80-Jährigen, dadurch steigt auch der zu bewältigende bürokratische Aufwand. Auch die Impfungen der Personengruppen der ausgewählten Berufe ist mit einer genauen Planung verbunden. In den kommenden Tagen werden der Landkreis sowie die Städte und Gemeinden die Einrichtungen unter ihrer Trägerschaft anschreiben und darum bitten, Listen mit impfbereitem Personal zur Verfügung zu stellen. Anschließend wird geplant, wie die Impfungen organisiert werden. 

„Wie schon bei den Impfungen der Seniorinnen und Senioren wird der Aufwand für die Bürgerinnen und Bürger denkbar klein gehalten. Wir kontaktieren die Arbeitgeber und Einrichtungen und machen ein Impfangebot, die befragen ihr Personal und dann melden wir uns und teilen den Impftermin mit“, betont Landrat Johann Wimberg. Wichtig sei, dass an einer Schule nicht nur Lehrer, sondern auch Schulsozialarbeiter oder Integrationshelfer und in Kindertagesstätten auch das hauswirtschaftliche Personal ein Impfangebot bekämen. „Das gesamte Personal der Einrichtungen bekommt ein Angebot“, erklärt der Landrat. Auch für Personen, die unter 65 Jahre alt und bereits vorerkrankt sind, werden Impfungen vorbereitet, jedoch müssen erst noch organisatorische Fragen geklärt werden, da das Land Niedersachsen den Kommunen die Organisation überlassen hat und eine Terminvergabe auf Landesebene in dieser Altersgruppe derzeit noch nicht möglich ist. 

Gleichzeitig wird noch einmal darum gebeten, nicht mit dem Landkreis, dem Impfzentrum oder den Städten und Gemeinden zur Rückfrage nach einem möglichen Termin Kontakt aufzunehmen. „Bitte warten Sie, bis dazu mehr organisiert worden ist, aktuell machen Fragen noch keinen Sinn, solange keine verlässlichen Antworten gegeben werden können“, erklärt Landrat Johann Wimberg. In der kommenden Woche soll ein Impftelefon (keine Impfhotline) eingerichtet werden. Sobald es seine Arbeit aufgenommen hat, wird kurzfristig darüber informiert werden. „Sie kommen nicht früher oder überhaupt dran, nur weil Sie jetzt anrufen oder eine E-Mail schreiben.“

Der Vorsitzende des Kreisverbandes des Städte- und Gemeindebundes, Bürgermeister Michael Fischer, freut sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Cloppenburg bei den Impfungen der über-70-Jährigen. „Die Städte- und Gemeinden sind für die Bürgerinnen und Bürger in den meisten Fällen die ersten Ansprechpartner und oft am besten und persönlich zu erreichen.“ Die bisherige Impfkoordination von Bund und Land könne aus Sicht der Städte und Gemeinden nur als katastrophal bezeichnet werden. „Daher halten wir die bisherige Impforganisation im Landkreis Cloppenburg für vorbildlich und bieten einen deutlichen „höheren Komfort“ für unsere Bevölkerung. Leider können wir vielfach die Fragen, die bei uns auftreten nicht beantworten, da höhere Ebenen hier nicht immer schlüssig handeln“, betont Fischer. „Weiterhin ist auch das hier greifende deutsche Bürokratiemonster zu kritisieren. Wo ist zum Beispiel der digitale Impfpass? Warum konnten nicht gleich die Einwohnerdaten der Städte- und Gemeinden genutzt werden? Vielfältig ist zu erkennen, dass wir in einigen Bereichen ein zu optimierendes Datenschutzverständnis haben“, kritisiert der Emsteker Bürgermeister. Es gehe ja auch unbürokratisch: „Israel macht es vor, hier wird auch beim Restaurantbesuch geimpft ... auch wenn die Tischnachbar zusehen.“

Landrat Johann Wimberg äußerte sich dankbar und erfreut über die Fortsetzung der Kooperation mit den Städten- und Gemeinden. „Die Bevölkerung bei uns profitiert von der kommunalen Kooperation zwischen dem Landkreis und den Städten und Gemeinden.“ Auch der Landrat beklagt den bürokratischen Aufwand, mit dem man sich auseinandersetzen müsse. Die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden funktioniere ausgezeichnet und er sei sehr zuversichtlich, dass es auch so weiter geht, so der Landrat. Der erfolgreiche Verlauf hänge am Ende nur noch von einer zuverlässigen Lieferung mit den Impfstoffen ab. 

Bis Ende März/Anfang April sind aufgrund der angekündigten Lieferungen Erstimpfungen von 9900 Personen mit Astra Zeneca, 5850 Personen mit Biontech/Pfizer und 300 Personen mit Moderna möglich.