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Pressemitteilungen

Artikel vom 19.02.2021 | zurück zur Übersicht

39 Neuinfektionen und 35 Genesungen im Landkreis Cloppenburg

Zahl der aktuellen Coronafälle steigt auf 308

Landkreis Cloppenburg. Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Landkreis Cloppenburg ist bis Freitag, 19. Februar, 12.00 Uhr, auf 308 gestiegen. Es liegen insgesamt 39 neue positive Testergebnisse vor. Gleichzeitig wurden 35 Genesungen registriert. Die Gesamtzahl der bislang positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis liegt seit März letzten Jahres bei derzeit 6917.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner von 96,7 für den Landkreis Cloppenburg errechnet.

Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet haben dem Landkreis Cloppenburg gemeldet, dass 22 Corona-Infizierte stationär behandelt werden, vier von ihnen auf der Intensivstation.

Das heutige Infektionsgeschehen verteilt sich kreisweit auf Personen aus 12 der 13 Städte und Gemeinden zwischen den Geburtsjahrgängen 1950 und 2014. Dem Gesundheitsamt wurden unter anderem vier neue positive Fälle aus zwei Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben in Garrel gemeldet.

Bei der PCR-Reihentestung im Seniorenzentrum Haus St. Margaretha Emstek gab es zwei weitere Neuinfektionen. Diese Proben werden zur Sequenzierung auf das Vorliegen einer mutierten Variante von SARS-CoV-2 an das Niedersächsische Landesgesundheitsamt geschickt. Auch bei einem Lebensmittelhersteller in Löningen wurde eine und in einer Schule in Friesoythe zwei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Da dort in dieser Woche bereits die mutierte Variante aus Großbritannien festgestellt wurde, wird auch in diesen Fällen eine Sequenzierung durchgeführt.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg hat die Totenscheine von fünf der sechs in einer Altenpflegeeinrichtung in Emstek im Zusammenhang mit Covid-19 verstorbenen Seniorinnen und Senioren zwischenzeitlich erhalten und geprüft. Fünf von ihnen waren nahezu drei Wochen vor dem Zeitpunkt des Todes zum zweiten Mal mit dem Impfstoff der Firma Biontech geimpft worden. Aufgrund des großen Zeitraums zwischen Zweitimpfung und Tod ist die Impfung als Todesursache eher unwahrscheinlich, zumal die verstorbenen Personen bereits schwer vorerkrankt waren.

Dass die Senioren trotz vollständigen Impfschutzes im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben sind, erklärt sich dadurch, dass die Impfung schwere Verläufe zwar größtenteils verhindern kann, aber selbst sehr milde Verläufe bei alten und noch dazu schwer vorerkrankten Menschen zum Tod führen können.

In diesem Punkt unterscheidet sich ein sehr leichter Verlauf von Covid-19 nach einer Impfung auch nicht mehr von anderen im Umlauf befindlichen Krankheiten, wie beispielsweise der Grippe. Menschen in ohnehin schon sehr angeschlagener körperlicher Verfassung müssen vor ansteckenden Krankheiten jeglicher Art geschützt werden, da die Gefahren nach einer Ansteckung für sie wesentlich höher sind. Trotzdem teilen wir die fachliche Expertise zahlreicher Ärzte und Virologen, dass die Corona-Schutzimpfungen in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen und auch in der Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen langfristig zahlreiche Todesopfer und schwere Erkrankungen mit Folgeschäden verhindern werden. 

Aufgrund der vorliegenden Fakten gibt es aus Sicht des Gesundheitsamtes keinen Grund, eine Obduktion der Verstorbenen anzuordnen.

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