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Pressemitteilungen

Artikel vom 16.02.2021 | zurück zur Übersicht

Webcams und Mikrofone an Schulen ausgegeben: Aus Distanzlernen wird echter Unterricht

Schulen unter Trägerschaft des Landkreises erhalten 180 Webcams

Die Lehrkräfte Dr. Ralf Raabe und Anna Ostermann demonstrieren den Einsatz eines Videokonferenzsystems, das in Klassenräumen in der BBS am Museumsdorf als Pilotschule getestet wird und hier über dem Smartboard, der interaktiven Tafel angebracht worden ist. Es verfügt über eine integrierte Soundbar, die den übertragenen Ton auch in die letzte Ecke des Klassenraums transportiert.

Landkreis Cloppenburg. Am gewohnten Schulunterricht ohne große Abstriche im Homeschooling teilnehmen zu können ist eine wichtige Voraussetzung, um die durch die Corona-Pandemie erforderlich gewordenen Maßnahmen nicht zu einem zu großen Nachteil für die Schüler werden zu lassen. Dass sich Lehrer und Schüler beim Distanzlernen nicht aus den Augen und Ohren verlieren, sondern sich während jeder Stunde auch sehen und hören können, soll nun durch eine Großlieferung von Webcams und Mikrofonen an die Schulen unter Trägerschaft des Landkreises Cloppenburg gewährleistet werden. Insgesamt sind nun 180 mobile Full-HD-Webcams und 170 mobile Mikrofone mit verstellbarem Standfuß und zusätzlich ein bis zwei professionelle Videokonferenzsysteme pro Schule geliefert worden.

An vielen Schulen unter Trägerschaft des Landkreises ist Unterricht via Webcam und das Teilen der Inhalte der interaktiven Tafeln auf die Bildschirme der Schüler bereits Alltag geworden. Bislang behalfen sich die Lehrer jedoch mit dem Einsatz der in ihre Laptops integrierten Webcams. Jetzt gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten, die vor allem wechselweisen Unterricht für die Hälfte der Klasse, die zuhause daran teilnimmt, erlebbarer macht. Durch die mobile Kamera und das Mikrofon können Referate aus dem Klassenraum übertragen werden, der ganze Klassenraum kann auf Wunsch aus verschiedenen Perspektiven gesehen werden und der Lehrer kann im eigenen Zuhause aus derselben Perspektive gesehen werden wie vom Schulpult aus. Auf den bereits angeschafften Smartboards könnte theoretisch auch ein Schüler für die Klasse eingeblendet werden, der zuhause ein Referat hält. Ein weiterer kleiner Vorteil für die Schüler im Distanzunterricht: Sie brauchen nicht mehr den Arm heben sondern können sich per Tastendruck melden - die Lehrkraft hat dazu die Gruppe im selben Raum und die Videokonferenz im Bildschirm im Blick.

An der BBS Museumsdorf wird zudem als Pilotschule der Einsatz von Videokonferenzsystemen in Klassenräumen getestet. Die Kamera ist über der Tafel angebracht und kann zum Beispiel, Schüler, die eine Frage stellen, vergrößern. „An einem Tag finden bei uns rund 250 Videokonferenzen statt“, schätzt Lehrer Dr. Ralf Raabe. „Nur Aufgaben hin und her zu schicken hilft nicht dabei, die Schüler zum Lernen zu motivieren.“ Durch die Videolösung aus Unterricht in der Ferne komme man dem wirklichen Unterricht wieder ein Stück näher. Seitdem die Videokonferenzen zuverlässig eingesetzt werden können, ist es noch besser möglich, den regulären Stundenplan einzuhalten, betont Raabe, der täglich aus Oldenburg zur BBS am Museumsdorf pendelt. „Auch für den Distanzunterricht, denn hier ist die technische Ausstattung gut.“ Voraussetzung für einen guten Distanzunterricht ist natürlich auch eine entsprechende technische Ausstattung der Schüler und ein Anschluss an schnelles Internet.

Die Anschaffung der modernen Systeme erfolgte im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms von Bund und Ländern (Sondervereinbarung zum Digitalpakt). Durch das Programm wurden dem Landkreis im Dezember 2020 auf Antrag weitere 27.431,23 Euro an Fördermitteln bewilligt. Der Landkreis Cloppenburg ist hier nach einer Bedarfsabfrage an den kreiseigenen Schulen in eine kurzfristige Beschaffung gegangen. Der Landkreis hat sich bewusst für die Kombination von mobilen Webcams und mobilen Mikrofonen entschieden. Dadurch kann eine deutlich bessere Tonqualität erreicht werden. Das Mikrofon kann dadurch auch mittig in den Raum gestellt werden, so dass die Stimmen aller im Raum anwesenden Personen angemessen wahrgenommen werden können. Damit ist also nicht nur die Lehrkraft oder die Schüler aus der ersten Reihe, die quasi direkt vor der Webcam sind, hörbar, sondern jede im Raum befindliche Person.

Vor allem in den Berufsschulen bietet der Einsatz der neuen technischen Möglichkeiten auch die Schaffung neuer Lerninhalte. Die Schüler können für ihre zukünftigen Berufe bereits üben, Videokonferenzen zu organisieren, im Gesundheitsbereich Ferndiagnosen zu erstellen oder sich auf das dezentrale E-Comnmerce vorbereiten. Auf diese Weise unterstützt der Landkreis den digital gestützten Unterricht, der wohl auch nach Corona Teil des Schullalltags bleiben wird, da er neben dem Infektionsschutz auch andere Vorteile, wie etwa den Klimaschutz, hat. So wird es an den BBSen voraussichtlich einen Pflichtanteil an digitalem Unterricht im Lehrplan geben.