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Pressemitteilungen

Artikel vom 05.02.2021 | zurück zur Übersicht

Der Landkreis Cloppenburg stellt den Inhalt der Biotonne in den Mittelpunkt seiner Bioabfallkampagne „WIRKÖNNENBIO“

Bau- und Umweltdezernent Ansgar Meyer (von rechts), Landrat Johann Wimberg, Abfallberaterin Hildegard Rolfes und Umweltamtsleiter Norbert Meiners präsentieren die Bioabfallkampagne des Landkreises „WIRKÖNNENBIO“

Landkreis Cloppenburg – Aus den in der Biotonne gesammelten Abfällen lässt sich hervorragender Kompost gewinnen, der zu 100% über die Feld- und Gartendüngung in den natürlichen Nährstoffkreislauf zurückgegeben werden kann! Allerdings nur, wenn keine Fremdstoffe den gesammelten Bioabfall verunreinigen. Hier setzt die Bioabfallkampagne des Landkreises „WIRKÖNNENBIO“ an. Für 100% Bio gilt 0% Plastik, Glas, Metall oder andere Fremdstoffe. Gerade diese Stoffe finden sich in letzter Zeit vermehrt in den Biotonnen und erschweren die weitere Verarbeitung zu Kompost erheblich – schlimmer, die Belastungen verschlechtern die Qualität des Komposts soweit, dass die Herstellung eines gütegesicherten Komposts nicht mehr sicher gewährleistet werden kann. 

Mittlerweile kommen bei der Bioabfallsammlung mit jedem Abfuhrfahrzeug wachsende Mengen an Plastikbeuteln, Glasbehältern, Aluminiumverpackungen und verpackten Lebensmitteln im Kompostwerk auf dem Entsorgungszentrum Stapelfeld an.

Für die Verwertung des Bioabfalls zu Kompost, so der Betreiber des Werkes, Olaf Grube, stellen diese Abfälle jedoch ein großes Problem dar, denn Plastik, Glas und Metall verrotten nicht bei der Kompostierung und auch bei größter Mühe lassen sich diese „Zugaben“ nicht vollständig aus den angelieferten Bioabfällen entfernen und verschlechtern somit nachhaltig die Kompostqualität.

Hier setzt „WIRKÖNNENBIO“ an: Denn Fremdstoffe, die gar nicht erst in die Biotonne gelangen, können auch keine Verunreinigungen im Kompost hervorrufen und in der Folge auch nicht zur Belastung von Feldern und Gärten beitragen. Mit der Kampagne möchte das Umweltamt kreisweit die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger ganz gezielt auf das Thema Bioabfallverwertung lenken.

 „Wir möchten mit plakativen Motiven und gezielten Informationen ein stärkeres Bewusstsein für die richtige Bioabfalltrennung schaffen und für die Unterstützung unserer Bioabfallsammlung werben, denn nur bei guter Bioabfallqualität entsteht guter Kompost“, so die Überzeugung von Landrat Johann Wimberg, Fachdezernent Ansgar Meyer und Norbert Meiners, Leiter des Umweltamtes.

In der Abfallbroschüre des Landkreises für das Jahr 2021 wurde die Bioabfallkampagne bereits angekündigt und ausführliche Informationen zur Biotonne geliefert.

WIRKÖNNENBIO“ umfasst jedoch noch weitere Maßnahmen und soll über einen längeren Zeitraum mit neuen Ideen weiterentwickelt werden.

So weisen schon jetzt großflächige Motive an den Seiten aller eingesetzten Abfuhrfahrzeuge plakativ auf das Thema Bioabfalltrennung hin und fordern mit einem Augenzwinkern zum Mitmachen auf. Grundstückseigentümer erhalten aktuell mit dem Gebührenbescheid 2021 für die Abfalltonnen einen neuen Flyer zur Bioabfallkampagne sowie einen Biotonnenaufkleber, der, auf dem Deckel der Biotonne befestigt, auch einen kurz bevorstehenden Fehlwurf verhindern helfen soll. Außerdem kommen in den nächsten Wochen Plakate auf den Entsorgungsanlagen zum Einsatz und zusätzlich zu den Informationen zur Biotonne auf der Webseite des Landkreises werden über die eigens für die Bioabfallkampagne gestaltete Internetseite WIRKÖNNENBIO.de immer neue thematische Schwerpunkte behandelt.

Das passiert mit dem Inhalt der Biotonnen

Nach Abfuhr der Biotonnen wird der gesammelte Bioabfall im kreiseigenen Kompostwerk angeliefert. Fast 16.000 Tonnen Bioabfall werden jährlich nach Aufbereitung, Intensiv- und Nachrotte sowie Absiebung zu gütegesichertem Kompost verarbeitet, der dann als Dünger wieder auf Ackerflächen, im Gemüseanbau oder im Garten eingesetzt wird. Bei der Bioabfallkompostierung schließt sich der ökologische Kreislauf. Eine hochwertige und 100-prozentige Verwertung des Bioabfalls ist möglich, vorausgesetzt, die Qualität des Bioabfalls stimmt. Das Problem: Plastik, Glas, Metall und andere Fremdstoffe haben im Bioabfall zugenommen.

Der Kreislauf der Bioabfallverwertung beginnt in den Haushalten bei der Mülltrennung. In den letzten Jahren haben Verunreinigungen in den Biotonnen stetig zugenommen, mit der Folge, dass Plastikreste, Glassplitter und Metallteile die Kompostqualität erheblich mindern und der Erhalt des Gütesiegels für guten Kompost auf dem Spiel steht.

Plastiktüten, auch wenn sie dünnwandig und biologisch abbaubar sind, stören den in der Rotte stattfindenden Umwandlungsprozess des Bioabfalls zu Kompost und zersetzen sich nicht in der Kompostanlage. Selbst beim Siebvorgang können Plastikanteile und Glassplitter nicht vom Kompost getrennt werden. Sie verbleiben dann im Fertigkompost, verunreinigen beim Einsatz von Kompost den Boden und können so als Mikropartikel in die Nahrungskette gelangen. Sauber getrennter Bioabfall macht eine hohe Kompostqualität erst möglich.

Bioabfalltrennung fängt im Haushalt an

Wesentlich bei der Trennung der Bioabfälle ist das Entfernen von Verpackungen.

WIRKÖNNENBIO“ greift diesen Punkt besonders auf. Mit dem Hinweis „Packs aus! Das schmeckt mir so nicht!“ auf dem Biotonnenaufkleber möchte die Abfallberatung die Nutzer sensibilisieren, verdorbenes Gemüse, Essensreste oder verschimmeltes Brot unverpackt in die Biotonne zu gegeben. Aber der Apell reicht noch weiter, denn auch Plastikmüllbeutel mit Bioabfall sind tabu für die Biotonne.

Hilfreich für die Sammlung der Bioabfälle sind handliche Vorsortiergefäße im Küchenbereich. Eine gute Alternative für die saubere Vorsortierung sind zudem kompostierbare Papiertüten, die im Einzelhandel und in Drogeriemärkte erhältlich sind. Diese werden bei der Bioabfallkompostierung vollständig zersetzt. Und auch gegen die Nutzung von etwas Zeitungspapier oder Küchenkrepp zum Einwickeln feuchter Bioabfälle oder Eierpappen als Hilfsmittel ist nichts einzuwenden. Werden zur Vorsammlung dennoch Plastikbeutel bevorzugt, müssen diese bei der Entleerung des Biomülls in die Biotonne unbedingt entfernt und über die Restabfalltonne entsorgt werden.

Bioabfallkampagne setzt auf Aufklärung

Mit der Kampagne WIRKÖNNENBIO. setzt die Kreisverwaltung auf Aufklärung und möchte verstärkt auf die Probleme der Bioabfallsammlung hinweisen. Sie erhofft sich Verständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern und durch deren Mitwirkung bei der richtigen Bioabfallsortierung eine nachhaltige Verbesserung der Bioabfallqualität.

Für weitergehende Informationen und Nachfragen interessierter Bürgerinnen und Bürger stehen die Mitarbeiterinnen der Abfallberatung des Landkreises auch telefonisch unter den Rufnummern 04471/ 15 432 und 04471/ 15 428 gerne zur Verfügung. Bei Bedarf können weitere Flyer, Biotonnenaufkleber, Abfallsortierplakate oder Sortierübersichten in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt werden.