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Pressemitteilungen

Artikel vom 12.01.2021 | zurück zur Übersicht

Geflügelpest-Ausbruch in einem Putenbetrieb im Landkreis Cloppenburg

Landkreis Cloppenburg. In der Gemeinde Lastrup wurde ein Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza mit dem Erreger H5N8 in einem Putenbetrieb nachgewiesen. Der Bestand mit 9.300 Puten wird heute tierschutzgerecht getötet und geräumt.

Somit sind im Landkreis Cloppenburg bisher 16 Ausbruchsbetriebe mit insgesamt rund 194.000 Tieren (davon 177.000 Puten und 17.000 Enten) betroffen.

Der Landkreis Cloppenburg hat heute eine weitere tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zur Festlegung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebietes zum Schutz gegen die Aviäre Influenza erlassen. Um den Betrieb in der Gemeinde Lastrup mit dem positiven Virusnachweis werden als Restriktionsgebiete ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Als Sperrbezirk wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern festgelegt. Um den Sperrbezirk wird mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Seuchenbestand ein Beobachtungsgebiet festgelegt.

Im Sperrbezirk werden elf gewerbliche Geflügelbetriebe im zweitägigen Rhythmus vom Landkreis Cloppenburg untersucht.

Des Weiteren hat der Landkreis Cloppenburg eine weitergehende tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zur Anordnung eines Verbots der Wiedereinstallung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. Geflügelbestände innerhalb des Gebietes der Gemeinden Bösel, Cappeln, Emstek, Essen, Garrel, Molbergen, Lastrup und Lindern sowie der Städte Cloppenburg, Friesoythe und Löningen dürfen frühestens 30 Tage nach einer Entfernung des Geflügels aus dem jeweiligen Bestand oder der jeweiligen Vogelhaltung oder im Falle leerstehender Gebäude oder Einrichtungen zur Haltung von Vögeln frühestens 30 Tage nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung wiederbelegt werden. Das Wiedereinstallungsverbot gilt für Puten und Enten.

Der Landkreis Cloppenburg hebt die Schutzmaßregeln für den Sperrbezirk des ersten Ausbruchs im Kreisgebiet auf, da die Geflügelpest in dem betreffenden Betrieb als erloschen gilt. Die Aufhebung gilt ab dem 14. Januar. Die Aufhebungsuntersuchungen für den Sperrbezirk des ersten Ausbruchs sind abgeschlossen.

Nach Aufhebung des Sperrbezirks gelten die Schutzmaßregeln für das Beobachtungsgebiet. Dies gilt allerdings ausschließlich für die Gebiete, für die keine sonstigen Anordnungen für Sperrbezirke getroffen wurden. Der Landkreis Cloppenburg weist ausdrücklich darauf hin, dass die mit weiteren tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügungen angeordneten Sperrbezirke von dieser Verfügung unberührt bleiben.

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza handelt es sich um eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Geflügel und anderen Vogelarten, die schnell epidemische Ausmaße annimmt, hohe Tierverluste verursacht und deren Ausbruch immense wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und verarbeitende Industrien haben kann.