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Pressemitteilungen

Artikel vom 08.01.2021 | zurück zur Übersicht

Kreisverwaltung koordiniert generalistische Pflegeausbildung im Landkreis

Neue Ausbildungsform stellt Schulen und Betriebe vor Herausforderungen

Landkreis Cloppenburg. Die Kreisverwaltung wird Personal zur Koordinierung der generalistischen Pflegeausbildung in den Jahren 2021 und 2022 zur Verfügung stellen. Das hat der Kreisausschuss einstimmig beschlossen. Der Landkreis wird sich die Kosten für die Stelle von den Trägern der praktischen Ausbildung auf Grundlage des Kooperationsvertrages erstatten lassen. Perspektivisch wird sich in den kommenden Jahren eine Kostendeckung einstellen.

Hintergrund dieser Entscheidung sind grundlegende Veränderungen Pflegeberufegesetz (PflBG) in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflegeausbildung. Die bisher getrennt geregelten Pflegeausbildungen haben eine gemeinsame Gesetzesgrundlage bekommen und alle Auszubildenden durchlaufen eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung. Damit wurde auf den Pflegenotstand reagiert und die Ausbildungsstruktur den zeitlichen Veränderungen angepasst. Bisher hatten die Pflegeschulen die Verpflichtung sowohl für den theoretischen Unterricht als auch für die Koordinierung der praktischen Ausbildung Sorge zu tragen. Mit dem neuen PflBG haben die Träger der Praktischen Ausbildung die Verantwortung für die Praktische Ausbildung übertragen bekommen.

Die Gesamtverantwortung der Ausbildung für die Koordination des Unterrichts mit der praktischen Ausbildung liegt aber weiterhin bei der Pflegeschule. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen stehen damit vor großen Herausforderungen. Es besteht ein dringender Informations- und Beratungsbedarf in Bezug auf die Umsetzung der neuen Ausbildung, es müssen Ausbildungs- und Kooperationsverträge erstellt und geschlossen werden und es muss eine Rotation zwischen den Einrichtungen und den Unterrichtsblöcken der Schule stattfinden.

Insbesondere für kleinere Ausbildungsbetriebe stellt schon die Organisation der Praxiseinsätze an den verschiedenen Einsatzorten eine kaum zu bewältigende Herausforderung dar. Um die Qualität der Ausbildung und somit auch das Erreichen des Ausbildungsziels der umfassenden Handlungskompetenz nicht zu gefährden und damit die Versorgungssicherheit mit Pflegekräften in der Region zu gewährleisten, ist eine übergeordnete Organisation der Praxiseinsätze unabdinglich.

Die BBS am Museumsdorf und die BBS Friesoythe bereiten derzeit für die Träger der Praktischen Ausbildung und den weiteren an der Ausbildung beteiligten Einrichtungen mit dem Berater des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben den „Kooperationsvertrag des Ausbildungsverbundes „PflegeAusBildungsNetzwerk Cloppenburg“ vor.

Ein Kooperationsvertrag hat den Vorteil, dass nicht jede Einrichtung mit jedem weiteren Träger der Praktischen Ausbildung und der Pflegeschulen einen gesonderten Vertrag abschließen und nur mit einer zentralen Stelle ihre Absprachen treffen muss. In dem Kooperationsvertrag ist geregelt, dass der Aufwand der Pflegeschule für die auf sie übertragenen Aufgaben erstattet wird. Hierbei hat man sich an den „Empfehlungen der Ausbildungsallianz Niedersachsen zu Ausgleichszahlungen in Kooperationsverträgen“ orientiert. Eine Refinanzierung der Kosten dieser koordinierenden Stelle ist daher möglich. Da das PflBG den Einsatz von Lehrerstunden für diese Koordination nicht vorsieht und der Bereich Pflege zur Daseinsvorsorge der Kommunen gehört, haben viele Landkreise bzw. kreisfreie Städte eine solche koordinierende Stelle für die Schulen in Ihrer Trägerschaft in ihrer Verwaltung eingerichtet.