Aktuelles & Presse

Hier finden Sie Aktuelles wie Ausschreibungen, Bekanntmachungen, Presseartikel, Standorte der Geschwindigkeitsmessung etc. des Landkreises Cloppenburg ...

Frank Beumker
Tel: 04471/15-635
Fax: 04471/15100
Raum: 1.085
Sascha Sebastian Rühl
Tel: 04471/15-447
Fax: 04471/85697
Raum: 1.085

Kreishaus
Eschstraße 29
49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 / 15-0

montags - freitags:
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Pressemitteilungen

Artikel vom 15.12.2008 | zurück zur Übersicht

Virus breitet sich aus

Vier weitere Putenmastbetriebe mit niedrigpathogenem Influenzavirus infiziert

Landkreis Cloppenburg - Das in Putenmastbeständen im Landkreis Cloppenburg aufgetretene Influenzavirus breitet sich aus. Dies teilt der Landkreis Cloppenburg mit. Nachdem in den vergangenen Tagen bereits insgesamt 43.000 infizierte Puten getötet worden waren, sei das niedrigpathogene Virus nun in vier weiteren Tierbeständen festgestellt worden. Für vier Betriebe konnte Entwarnung gegeben werden. Hier liegt ein negativer Untersuchungsbefund vor.
Bei den Neuausbrüchen handele es sich um zwei Farmen in dem in der Gemeinde Garrel eingerichteten Sperrgebiet sowie um eine Farm in geringer Entfernung zum Sperrgebiet und um eine Mastanlage rund 12 Kilometer entfernt vom bisherigen Seuchengeschehen in der Gemeinde Bösel, informiert die Kreisverwaltung. In den vier Beständen seien insgesamt 58.000 Puten betroffen. Die Tiere würden unverzüglich durch CO 2-Begasung der Ställe getötet und in der Tierkörperbeseitigungsanstalt unschädlich beseitigt.
Das in der Gemeinde Garrel im Umkreis von jeweils einem Kilometer um die Ausbruchsbetriebe herum eingerichtete Sperrgebiet wurde entsprechend erweitert. In der Gemeinde Bösel ist ein neues Sperrgebiet eingerichtet worden. Das Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg hat am Samstag die Untersuchung der in den Sperrgebieten liegenden Geflügelbestände fortgesetzt. Durch die Ausweitung der Restriktionsgebiete müssen weitere 14 Betriebe amtlich untersucht werden. Gleichzeitig hat auch die Geflügelwirtschaft ihr Untersuchungsprogramm ausgeweitet. Der Leiter des Veterinäramtes Cloppenburg Dr. Karl-Wilhelm Paschertz sagte, das Virus zeige eine hohe Ausbreitungstendenz. Es handele sich jedoch nach wie vor in allen Fällen um ein niedrigpathogenes Influenzavirus, das für den Menschen ungefährlich sei.
Landrat Hans Eveslage lobte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg, der Task Force "Tierseuchenbekämpfung" des LAVES und der Geflügelseuchenvorsorgegesellschaft (GESEVO), die die Tötung der infizierten Bestände organisiert. Es würden alle Vorkehrungen getroffen, um auch im Falle einer weiteren Ausbreitung der Tierseuche schnell und konsequent handeln zu können, erklärte Landrat Eveslage.
Wie das Virus in die Bestände gelangt ist, ist noch unklar. Seit Freitag sind Experten des Friedrich-Löffler-Institutes vor Ort, um die epidemiologischen Untersuchungen zu unterstützen. Weil ein Eintrag des Virus über Wildgeflügel möglich ist, fordert der Landkreis Cloppenburg nochmals alle Geflügelhalter nachdrücklich auf, das bestehende Verbot der Freilandhaltung von Geflügel einzuhalten und penibel auf die Stallhygiene zu achten.