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Artikel vom 30.10.2020 | zurück zur Übersicht

Smartboards haben Kreidetafeln an kreiseigenen Schulen ersetzt

Landrat Johann Wimberg lobt technische Vorreiterrolle der Schulen​

Begeistert von technischem Potenzial: Landrat Johann Wimberg (links) probiert eines der neuen Smartboards aus. Glücklich über den Projektabschluss an der BBS am Museumsdorf sind auch Carsten Abeln, Geschäftsführer von Büro Albers und Schulleiter Günter Lübke.

Landkreis Cloppenburg. An den meisten Schulen in Trägerschaft des Landkreises Cloppenburg sind Kreidespuren auf der Kleidung und der ungeliebte Tafeldienst nur noch eine Erinnerung. In dieser Woche wurde ein weiteres großes Projekt an der BBS am Museumsdorf angeschlossen: Zwei Drittel aller Klassenräume wurden mit hochmodernen Smartboards der neusten Generation ausgestattet, die Lehrern und Schülern ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Gestaltung des Unterrichts bieten. Insgesamt sind an den 13 Gymnasien, Berufs- und Förderschulen des Landkreises bis jetzt bereits 330 Klassenräume mit den Smartboards ausgestattet worden. 

Nach einer Präsentation durch die Papenburger Firma Büro Albers zeigte sich Landrat Johann Wimberg begeistert von den technischen Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung. Es können auf einfachstem Weg Videos, Bilder und Internetseiten schnell und unkompliziert eingebracht, digitale Lineale zur freien Zeichnung eingesetzt und das Display mobiler Endgeräte wie Laptops, Tablet-PCs und Smartphones für alle auf dem zentralen Bildschirm dargestellt werden. Und der Tafelbereich ist nicht mehr begrenzt sondern lässt sich beliebig erweitern, wodurch der Gestaltungsfreiheit der Präsentation keine Grenzen mehr gesetzt sind. 

„Ich bin begeistert, wie bedienfreundlich und schnell begreifbar die neue Technologie ist“, betonte Wimberg nach der Vorführung an der BBS am Museumsdorf. Der Landkreis lege großen Wert darauf, seine Schulen so gut es gehe auszustatten. „Damit macht der Unterricht einen großen Schritt nach vorne und bietet den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten, die es vorher nicht gegeben hat. Die hochmodernen neuen `Tafeln´ sind eine Bereicherung auf Höhe der Zeit“, urteilte der Landrat. Dass mittlerweile alle 11 Schulen unter kreiseigener Trägerschaft an das Glasfasernetz angeschlossen seien, sei eine wichtige Voraussetzung, um das volle Potenzial der digitalen Möglichkeiten auszuschöpfen. 

Durch den Beschluss von Bund und Länder zum Digitalpakt Schule steht dem Landkreis Cloppenburg als Schulträger eine Fördersumme in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt durch den Kreistagsbeschluss vom 19.12.2019 wurde die Bedeutung der Digitalisierung an den kreiseigenen Schulen massiv unterstützt und mit weiteren finanziellen Mitteln des Landkreises vorangetrieben. Der Landkreis hat im 1. Quartal 2020 eine erste EU-weite Ausschreibung für die Beschaffung der medialen Ausstattung der Schulen in die Wege geleitet. Die Auftragsvergabe erfolgte im 3. Quartal 2020. Die BBS am Museumsdorf wird als Beispiel aktuell mit 18 neuen interaktiven Boards, davon 17 in Cloppenburg und einem in Löningen ausgestattet. Andere Schulen erhalten ebenfalls interaktive Displays in den Klassenräumen, in denen sie noch nicht installiert wurden. Zum Teil werden noch Whiteboards genutzt. Insgesamt wurden bereits im Jahr 2020 136 interaktive Großdisplays vom Landkreis Cloppenburg für alle in Trägerschaft stehenden Schulen angeschafft. Bis Ende des Jahres stehen noch weitere Lieferungen an.

In den folgenden Jahren sollen die Schulen gemäß der von Kreistag beschlossenen Digitalisierungsstrategie sukzessive mit weiteren interaktiven Boards gemäß dem jeweiligen Bedarf ausgestattet werden. Das Auftragsvolumen für den Bereich interaktive Displays aus der EU-Ausschreibung beträgt insgesamt rund 1.350.000 Euro für die Dauer von vier Jahren.

Schulleiter Günter Lübke betonte, dass es in seiner Schule keine einzige Kreidetafel mehr gebe und das Kollegium die neue Technik nicht mehr missen möchte. „Die Kollegen sind begeistert und wir vergüten das Engagement von besonders technikaffinen Lehrkräften, in Microschulungen erweiterte Kenntnisse an andere weiterzugeben.“ So gelinge es auch Lehrerinnen und Lehrern, die weniger Erfahrung im Umgang mit Computern haben, die ganze Bandbreite an technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Ein nächster Schritt sei die Nutzung der neuen Tafeln in Kombination mit Videokonferenztechnik, um das sogenannten Homeschooling zu optimieren und weiter auszubauen. Vor allem in Bezug auf die Corona-Pandemie sei diese Weiterentwicklung ein wichtiger Punkt eines modernen Unterrichtskonzepts. „Wir sind diesbezüglich schon in guten Gesprächen, um auch in diesem Punkt für Fortschritte zu sorgen“, betonte der Schulleiter optimistisch. „Der Landkreis ist ein sehr schulfreundlicher Träger, der immer ein offenes Ohr hat und mit dem die Kommunikation immer sehr professionell und angenehm verläuft.“ 

Carsten Abeln, Geschäftsführer von Büro Albers, unterstrich, dass häufig neue technische Innovationen erst bei Unternehmen und erst dann in Schulen eingesetzt würden. In diesem Fall hätten aber die Schulen eine Vorreiterrolle. „Diese Innovation beginnt in der Schule.“ Als weitere nützliche Funktionen der neuen Tafeln hob Abeln hervor, dass sie durch einen Bewegungsmelder, sobald jemand den Raum betrete, aktiviert würden und somit der Unterricht unmittelbar beginnen könne. Und so ganz könnten sich Schülerinnen und Schüler nicht vor dem Tafeldienst drücken: „Die Tafel bereinigt sich zwar selbst auf Knopfdruck, wenn man keinen der elektronischen Schwämme nutzen will, aber es kann einen Smart-Display-Dienst geben, bei dem zum Beispiel Präsentationen vorbereitet oder Beispielbilder gesucht werden müssen. Das fördert die Präsentationskompetenz für die spätere berufliche Praxis.“ Da die Schulen Vorreiter auf diesem Gebiet der Technik seien, hätten die Schüler nach dem Abschluss bereits einen Erfahrungsvorsprung, wenn ihr späteres Unternehmen auch Smartboards einführen sollte.