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Pressemitteilungen

Artikel vom 20.11.2008 | zurück zur Übersicht

Integrationsbeauftragte fordert interkulturelle Öffnung

Die Niedersächsische Integrationsbeauftragte Honey Deihimi (3. von links) informierte im Kreishaus über die Integrationspolitik des Landes Niedersachsen. Sie wurde vom Ersten Kreisrat Ludger Frische sowie von Dr. Elisabeth Blömer, Geschäftsführerin des Netzwerkes für Integration (links), und Hildegard Wübben-Siefer begrüßt.

Integrationsbeauftragte fordert interkulturelle Öffnung von Wirtschaft und Verwaltung

Landkreis Cloppenburg - "Unsere Gesellschaft wird nicht nur älter, sie wird auch bunter. Wirtschaft und Verwaltung sowie Vereine und Verbände müssen sich interkulturell öffnen", forderte die Niedersächsische Integrationsbeauftragte Honey Deihimi im Kreishaus Cloppenburg. Deihimi war auf Einladung des Netzwerkes für Integration im Landkreis Cloppenburg zu Gast, um über die Maßnahmen des Landes Niedersachsen zur Unterstützung der Integrationsbemühungen in den Kommunen zu informieren.
In seiner Begrüßung wies Erster Kreisrat Ludger Frische darauf hin, dass der Landkreis Cloppenburg in vielen Bereichen von der Zuwanderung in den vergangenen 20 Jahren profitiert habe. Viele Ausländer und vor allem die meisten Spätaussiedler seien gut in den Arbeitsmarkt integriert. Aufgrund ihrer Arbeitsbereitschaft und ihrer Fachkenntnisse seien sie begehrte Arbeitskräfte in den Unternehmen. Probleme gebe es dann, wenn die Zuwanderer nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten oder wenn es an den notwendigen Eigenbemühungen für eine erfolgreiche Integration fehle. Das Netzwerk für Integration entwickle zur Zeit ein Leitbild für Integration, das in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses vorgestellt und beraten werden solle, erklärte Frische.
Für eine noch stärkere Vernetzung der Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern sprach sich Deihimi aus. Um erfolgreich zu sein, müsse Integration zur Chefsache erklärt werden. Von besonderer Bedeutung sei die Bildung der Zuwanderer. Insbesondere seien gute Deutschkenntnisse eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Das Land Niedersachsen setze hier bereits im Vorschulalter mit Sprachförderung an. In den Schulen unterstützten speziell ausgebildete Fachberater die Sprachförderung. Für erwachsene Zuwanderer seien die Integrationskurse ein wichtiger Baustein.
Angesprochen wurden auch Probleme bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen. Weil Abschlüsse nicht anerkannt würden, arbeiteten im Landkreis Cloppenburg in großer Zahl Akademiker im Tiefbau oder am Fließband, so ein Diskussionsteilnehmer. Auch Deihimi, sah hier großes Potential, das genutzt werden müsse. Die Problematik könne jedoch nur in Absprache mit den Kammern und mit Berufsverbänden gelöst werden. In der Diskussion mit der Integrationsbeauftragten wurde auch deutlich, dass neben der Eingliederung in den Arbeitsmarkt soziale Kontakte gefördert werden müssten. Insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund, die wegen der Kindererziehung keinen Beruf ausüben würden, fehlten solche Kontakte, hieß es. Hier regte Deihimi Frauengesprächskreise an, in denen Frauen ihre in den Integrationskursen erworbenen Sprachkenntnisse anwenden könnten.
Deihimi warb dafür, verstärkt über Beispiele gelungener Integration zu sprechen. Viele Menschen mit Migrationshintergrund seien beispielsweise als Unternehmer erfolgreich. Diese seien Vorbilder, die anderen Migranten die Integration erleichtern könnten. In jedem Fall müsse deutlich gemacht werden, dass Menschen mit Migrationshintergrund einen Mehrwert für die Gesellschaft bedeuten würden, forderte Deihimi.