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Pressemitteilungen

Artikel vom 16.09.2020 | zurück zur Übersicht

Pflegender Angehöriger und berufstätig?

Senioren- und Pflegestützpunkt informiert über Möglichkeiten der Entlastung

Landkreis Cloppenburg. Um sich Zeit für die häusliche Pflege eines Angehörigen nehmen zu können, ist es Berufstätigen seit 2015 erlaubt, sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Arbeit ganz oder teilweise freistellen zu lassen. Das Pflegeunterstützungsgeld, die Pflegezeit und die Familienpflegezeit sind Bausteine, die dem pflegenden Angehörigen neben dem Beruf eine Entlastung bieten können.

Wie der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises (SPN) mitteilt, können Arbeitnehmer bei eintretender Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen derzeit wegen der Corona Pandemie für maximal 20 Tage (sonst 10 Tage) von der Arbeit fernbleiben, um die Pflege zu organisieren und erhält in der Zeit ein Pflegeunterstützungsgeld in Höhe von 90 Prozent des Nettogehaltes.

Bei der Inanspruchnahme der Pflegezeit kann der Arbeitnehmer bis zu 6 Monate die Pflege des Angehörigen übernehmen und die Arbeitszeit je nach Wunsch und in Absprache mit dem Arbeitgeber ganz oder teilweise reduzieren. In der Familienpflegezeit besteht die Möglichkeit, die Pflege und teilweise Freistellung im Beruf bis zu 24 Monate zu kombinieren, so der SPN weiter.

Das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz bestehen nebeneinander und können miteinander verzahnt werden. Bei der „Auszeit“ vom Beruf soll die Doppelbelastung für den pflegenden Angehörigen zumindest kurzzeitig verringert werden und ist in weiten Teilen vergleichbar mit der Elternzeit, die Familien nach der Geburt eines Kindes nehmen können.

Während der( Familien-)-Pflegezeit steht Berufstätigen keine Lohnfortzahlung zu, wenn sie sich ganz der Pflege ihrer Angehörigen widmen. Stattdessen haben sie Anspruch auf ein zinsloses Darlehen des Bundes, um ihren Lebensunterhalt finanziell abzusichern. Zudem haben Berufstätige während der Pflege- oder Familienpflegezeiten vollen Kündigungsschutz.

In diesen Zeiträumen zahlt die Pflegekasse des Pflegebedürftigen Zuschüsse und Beiträge in die Sozialversicherungen des pflegenden Arbeitnehmers. Die Pflege Angehöriger ist für viele Arbeitnehmer meist ein finanzieller Kraftakt, da in dieser Zeit mit der Pflege zuhause ein Einkommen wegfällt.

Meist übernehmen diejenigen Arbeitnehmer die Pflege eines Angehörigen, die schon durch Kindererziehungszeiten und Teilzeitarbeit weniger in die Rentenversicherung einzahlen konnten. Daher überlegen viele berufstätige Pflegepersonen, ob sie durch die Reduzierung der Arbeitszeit und den damit verbundenen finanziellen Einbußen auch Nachteile im Beruf haben.

Die Pflegeberater des SPN empfehlen daher, sich frühzeitig mit dem Arbeitgeber über ein geeignetes Arbeitszeitmodell zu verständigen, um eine drohende Überlastung zu vermeiden und den Bedürfnissen aller gerecht zu werden. Arbeitnehmer, deren Unternehmen dem „Verbund Oldenburger Münsterland“ angehören, haben auch die Möglichkeit einer Pflegeberatung über den Verbund in Anspruch zu nehmen.

Die Pflegeberater des Senioren-und Pflegestützpunktes informieren Interessierte gerne bei Fragen zu den Pflegezeitgesetzen und allen anderen Pflegefragen unter der Telefonnummer 04471/158-71 und der E-Mail Adresse spn@lkclp.de. Zusätzliche Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises Cloppenburg unter www.lkclp.de - Gesundheit & Soziales - Senioren- & Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN).