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Pressemitteilungen

Artikel vom 20.10.2008 | zurück zur Übersicht

Startschuss für das Kunststoffnetzwerk Hansalinie

Veranstaltung in der FHWT Diepholz

Diepholz/Cloppenburg - Gemeinsam sollen Kompetenzen gestärkt werden. Aus diesem Grund haben sich die Landkreise Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg, Osnabrück und Vechta zur Wachstumsregion Hansalinie zusammengeschlossen.

Fünf Schwerpunktbranchen wurden in den zurückliegenden Monaten für die Region herausgearbeitet. Im Schwerpunktsektor Kunststoffindustrie, für den der Landkreis Diepholz federführend zeichnet, fand nun die Auftaktveranstaltung, gemeinsam organisiert durch den Landkreis Diepholz, die Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT) sowie die Stadt Diepholz, zur Gründung eines Kunststoffnetzwerks Hansalinie in den Räumlichkeiten der FHWT Diepholz statt.

Landrat Stötzel begrüßte als Veranstalter neben Vertretern aus Schulen, Hochschulen und Kammern sowie kommunalen Vertretern zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer der Kunststoffindustrie aller Landkreise und hob die Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken sowie die notwendige Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung hervor. "Die Initiative Wachstumsregion Hansalinie A1 sieht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Kooperationen. Es geht um teilräumlich bedeutsame Projekte und Erfordernisse entlang der A1, die in einem weiteren Schritt wichtig für die Regionalentwicklung auf größerer Ebene sind. Der Verbund Hansalinie will bewusst wirtschaftliche Kooperationen auf kleinräumiger Ebene forcieren", so der Landrat.

Prof. Dr. Kersten, Präsident der FHWT Vechta - Diepholz - Oldenburg wies auf die hohe Bedeutung von Bildung und Qualifizierung hin und stellte das duale Ausbildungssystem der Fachhochschule vor. Der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um qualifizierte Fachkräfte wird weiter zunehmen und die Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik wird ihren Teil dazu beitragen, dass in der Region qualifiziertes Personal für die Aufgaben der Zukunft zur Verfügung steht.

Sven Mörker von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz stellte die Entstehungsgeschichte der Wachstumskooperation Hansalinie vor, die sich durch eine hohe Wachstumsdynamik bestehender Betriebe und eine im Landes- und Bundesvergleich überdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklung auszeichnet. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft in den Unternehmen sollen gestärkt werden, um letztlich die hohe Standortattraktivität zu sichern, zu nutzen, weiter zu entwickeln und zu vermarkten. "Ein erster Erfolg der Wachstumsregion Hansalinie ist die Einwerbung europäischer Fördergelder zur Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen in den Unternehmen", so Mörker.

Nach einem Beitrag zu den Vorteilen und der Bedeutung von Netzwerken und ihren Synergien durch Markus Wessel, Geschäftsführer Exper Consult Dortmund, informierte Antje Lienert, Leiterin der Geschäftsstelle des Kunststofflandes Nordrhein-Westfalen, über die Ziele und Aufgaben sowie Aktivitäten dieses Clusters. "Netzwerke nutzen", so der Wortlaut von Lienert "um Innovationen zu fördern, Bildung zu forcieren und letztlich Unternehmen entsprechend ihrer Bedürfnisse in der Region zu fördern." Profitiert habe das Kunststoffland NRW letztendlich aus einer Vielzahl regional bestehender Kunststoffcluster.

Mit Spannung wurden die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung der lokalen kunststoffverarbeitenden Industrie erwartet. Prof. Dr. Bye, der gemeinsam mit seiner Kollegin Prof. Dr. Horeschi und den Wirtschaftsförderern Unternehmen aus den genannten fünf Landkreisen besuchte und Fragen nach dem Interesse und dem zu erwartenden Nutzen einer Unternehmensvernetzung stellte, präsentierte eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Herr Prof. Dr. Bye zeigte deutlich auf, dass die Notwendigkeit der Unternehmensvernetzung gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region gesehen wird.
"So unterschiedlich und breit gefächert die kunststoffverarbeitenden Unternehmen der Region auch sind, z.B. klassische Spritzgießer, Polyurethanverarbeiter, Unternehmen aus dem Bereich der Verpackungsindustrie oder Zulieferer der Automobilindustrie, konnten gleichwohl Schnittmengen sowie Möglichkeiten und Nutzen einer Vernetzung bei der Unternehmensbefragung deutlich identifiziert werden", so Bye.

Um diese gezielt zu bearbeiten, sprachen sich die Teilnehmer der Veranstaltung dafür aus, einzelne Arbeitskreise zu bilden. Als besonders positiv bewertet wurde, dass schon am Abend der Veranstaltung einzelne Unternehmen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärten.

Karl-Heinz Reddig, Leiter der Wirtschaftsförderung, dankte allen Referenten für ihre interessanten Beiträge und verwies abschließend auf bestehende Fördermöglichkeiten für Qualifizierungsmaßnahmen in den Betrieben. Interessierte Unternehmerrinnen und Unternehmer können sich jeweils an die Wirtschaftsförderungen der beteiligten Landkreise wenden.
Nach der Veranstaltung wurden die ersten Kontakte zwischen den Industrievertretern geschlossen und gemeinsame Themenstellungen diskutiert.