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Pressemitteilungen

Artikel vom 04.09.2020 | zurück zur Übersicht

Umweltamt stattet Schulen und Kindergärten mit kostenlosen Nistblöcken für Wildbienen aus

Fotohinweis: Freuen sich über die kostenlosen Nistblöcke: Kindertagesstättenleiterin Sabine Siefer, Maryia und Holly, sowie Carina Menke vom Umweltamt des Landkreises.

Landkreis Cloppenburg. Der Artenschutz und insbesondere das Insektensterben sind noch immer ein wichtiges Thema. Aus diesem Grunde hat sich die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg dazu entschieden, auch die jüngsten Einwohner im Kreisgebiet für Insekten zu sensibilisieren. Dazu hat sie bei den Caritas-Werkstätten in Cloppenburg Nistblöcke für Wildbienen aus unbehandeltem Buchenholz anfertigen lassen, die an Kindergärten und Grundschulen kostenlos abgegeben werden. „Bislang konnten sich 16 Kindergärten und Grundschulen über das neue Angebot freuen“, sagt Umweltamts-Mitarbeiterin Carina Menke, die sich um die Verteilung der Nistblöcke kümmert.

Als erste Einrichtung konnte sich jetzt die Kindertagesstätte „Du und Ich“ in Cloppenburg über zwei neue Nistblöcke freuen. „Wir werden das Leben der Bienen mit den Kindern in Büchern und Geschichten behandeln und schaffen Anreize sich mit der Natur näher zu beschäftigen“, erklärt Tagesstätten-Leiterin Sabine Siefer. Sobald neue „Bewohner“ in das Insektenhotel eingezogen sind, soll noch genauer darauf eingegangen werden. „Wir werden uns fragen, was da los ist und wie das Leben der Insekten aussieht. Und wir werden uns mit der Artenvielfalt beschäftigen.“ Das sei für die Kinder sehr wichtig, denn in einer Welt voller Reize, würden viele Kinder einzelne Dinge nicht mehr genau beobachten und sich Zeit dafür nehmen. Die Nistblöcke würden eine solche Möglichkeit bieten. „Und es ist immer gut, wenn so etwas umsonst abgegeben wird“, ergänzt Siefer.

Nistblöcke bieten einen Lebensraum für zahlreiche Wildbienen, deren Vielfalt durch unsere intensiv genutzte Landwirtschaft oder auch übertriebene Ordnungsliebe in den Gärten zerstört wird. Viele Arten stehen mittlerweile sogar auf der roten Liste gefährdeter Tiere. Wildbienen bestäuben teilweise um ein Vielfaches effizienter als die Honigbiene und verbessern meist auch die Qualität von Früchten. „Umso wichtiger ist es deshalb, zu versuchen, einen Lebensraum für diese Bienen zu schaffen“, betont Carina Menke vom Umweltamt und hofft auf weitere Abnehmer der kostenlosen Insektenhotels, die vor allem auch in Städten einen wichtigen Teil zum Artenerhalt beitragen: „Nisthilfen verbessern im Siedlungsbereich das knappe Nistangebot unserer kleinen Helfer, denn viele Wildbienenarten leben natürlicherweise in Löchern im Holz“, erklärt Menke.

In den Kindergärten und Grundschulen sollen die Nistbretter an besonders sonnigen, vor Wind und Regen geschützten Stellen aufgehängt werden. Bereits im nächsten Jahr können die Kinder die Wildbienen dann voraussichtlich aus nächster Nähe betrachten.

Pflegeaufwand fällt nicht an. Die Wildbienen säubern selbst die einzelnen Brutröhren im Nistbrett für eine erneute Eiablage.

Solange der Vorrat reicht, können sich Kindergärten, Grundschulen und sonstige soziale Einrichtungen an die untere Naturschutzbehörde (Carina Menke, Tel.: 04471/15-259, E-Mail: c.menke@lkclp.de) wenden, um ebenfalls Nistblöcke zu erhalten.