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Pressemitteilungen

Artikel vom 24.07.2020 | zurück zur Übersicht

Gesamtzahl der Coronafälle im Landkreis Cloppenburg steigt auf 141

Derzeit 17 aktuelle Coronafälle

Landkreis Cloppenburg. Die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Cloppenburg ist bis Freitag, 24. Juli, 13.30 Uhr, auf 141 gestiegen. Es liegen drei neue positive Testergebnisse aus den Gemeinden Bösel, Emstek und Molbergen vor. Dadurch steigt die Zahl der aktuellen Coronafälle auf 17.

Sämtliche Tests, die am Mittwoch vorsorglich in einer Altenpflegeeinrichtung in Cloppenburg durchgeführt wurden, sind bislang negativ ausgefallen. Von rund 130 Angestellten und Bewohnern, bei denen Abstriche genommen wurden, liegen bislang 106 negative Testergebnisse vor. Die restlichen Ergebnisse werden voraussichtlich bis Montag ausgewertet sein. Das Gesundheitsamt geht allerdings auch hier von negativen Befunden aus, da das Infektionsrisiko durch längere Abwesenheit der infizierten Mitarbeiterin in diesem Fall sehr unwahrscheinlich war.

Am 22. Und 23. Juli wurde das gesamte Personal eines Fleisch-verarbeitenden Betriebs in Garrel auf das Coronavirus getestet. Sämtliche Kollegen der vergangene Woche positiv getesteten Mitarbeiter, es handelt sich um eine Schicht, sind negativ getestet worden. Ein Ergebnis eines Angestellten, wohnhaft in Oldenburg, war fraglich positiv, wodurch eine Infektion noch nicht nachgewiesen werden konnte. Der Mitarbeiter wurde erneut abgestrichen, das Ergebnis steht noch aus. Bis dahin stehen der besagte Mitarbeiter und zwei seiner Kontaktpersonen unter häuslicher Quarantäne. Weitere Ergebnisse aus den Tests im betroffenen Betrieb stehen noch aus.

Ab kommender Woche ist eine neue Allgemeinverfügung des Landkreises gültig. Gegenüber den Schlacht- und Zerlegebetrieben im Landkreis Cloppenburg wird angeordnet, dass sie ab Inkrafttreten der Verfügung nur Personen in der Produktion einsetzen dürfen, die mindestens einmal pro zehn Tagen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden sind und dabei ein negatives Testergebnis haben. Dabei ist das sogenannte „Pooling-Verfahren“ gestattet, das erlaubt, mehrere Proben mit einem Test gleichzeitig zu untersuchen. Ein negatives Ergebnis entlastet somit alle zusammen Getesteten, bei einem positiven Befund erfolgen weitere Tests der einzelnen Abstriche. So können größere Personenzahlen routinemäßig getestet werden, ohne die vorhandenen Laborkapazitäten auszureizen. Die Auswertung muss durch ein anerkanntes Labor vorgenommen werden und die Nachweise über die Testungen sind auf dem Betriebsgelände vorzuhalten. Die Kosten der Nachweistestungen hat der Betriebsinhaber zu tragen. Damit folgt die Kreisverwaltung einem Erlass des Landes Niedersachsen.

Im Einzelfall können durch das Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg Ausnahmen von der Testverpflichtung zugelassen werden, wenn der jeweilige Betrieb den Nachweis erbringt, dass durch den Einbau und den Betrieb von Hochleistungsfilteranlagen die Gefahr einer Beschleunigung des Infektionsgeschehens durch die besonderen klimatischen Bedingungen in der Produktion dauerhaft beseitigt wurde.

Weitere Zahlen und eine Übersichtskarte finden Sie im Dashboard des Landkreises.