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Pressemitteilungen

Artikel vom 30.01.2020 | zurück zur Übersicht

Neue Wege für vielfältige Aufgaben in der Bildung

Gremien für den Landkreis Cloppenburg nehmen Arbeit auf

Der Bildungsbeirat hat motiviert seine Arbeit aufgenommen und sich erstmalig getroffen. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von sämtlichen an Bildung beteiligten Stellen im Landkreis Cloppenburg.

Landkreis Cloppenburg. Individuelle Berufsorientierung, bessere Gestaltung von Übergängen, hochqualitative frühkindliche Bildung und Förderung von barrierefreien Bildungszugängen als Grundlage zur Chancengleichheit: Diesen Themen will sich der jetzt neu zusammengetretene Bildungsbeirat des Landkreises Cloppenburg widmen. Das Gremium besteht aus Vertretern sämtlicher an Bildung beteiligter Organisationen. Zusammen mit dem ebenfalls neu eingerichteten Bildungsbüro des Landkreises und einer Steuerungsgruppe sollen ausgearbeitete Verbesserungsvorschläge auch konkret umgesetzt werden. „Das ist das erklärte Ziel aller Beteiligten“, betont Bildungsmanagerin Gabriele Kalvelage, Mitglied des Bildungsbüros.

Das neu gegründete Bildungsbüro des Landkreises Cloppenburg hat im Herbst seine Arbeit aufgenommen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel zu Chancengleichheit im Leben ist. Und Bildung kann für den Landkreis ein echter Standortfaktor sein“, begründet Kalvelage ihr Engagement. Die konstituierende Sitzung des Bildungsbeirates habe ihre Erwartungen voll erfüllt. „Die Vertreter haben eine bunte Mischung ergeben, die so in dieser Konstellation noch nicht zusammengetreten ist – von Schüler- bis zu Seniorenvertretern, von der frühkindlichen bis zur Erwachsenbildung.“ Das verspreche lebhafte und engagierte Diskussionen und am Ende auch spürbare Veränderungen. „Man hat gemerkt, dass die Leute darauf gespannt sind, was mit dem Bildungsbeirat erreicht werden kann. Der Wunsch besteht, dass Worten auch Taten folgen.“

Doch wie soll das neue Konzept konkret helfen? „Der Bildungsbeirat definiert für den Landkreis bildungspolitisch relevante Handlungsfelder. Nehmen wir an, dass der Übergang von einem Bildungssystem in ein anderes – zum Beispiel von der Grundschule in weiterführende Schulen - in einigen Gemeinden im Landkreis nicht so gut funktioniert“, gibt Kalvelage ein Beispiel. Das Bildungsbüro stelle dann landkreisweit Daten zusammen und suche nach alternativen Handlungsansätzen, um Strukturen und Abläufe gegebenenfalls zu verbessern. Diese werden anschließend in Abstimmung mit allen Beteiligten auf ihre Nutzbarkeit für den Landkreis hin betrachtet und mit Zustimmung der Beteiligten umgesetzt. Die für diesen komplexen Prozess notwendigen Schritte werden vom Bildungsbüro, bestehend aus jeweils einer halben Stelle für das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring, strukturiert und organisiert. „Da Bildung auf dem Hintergrund des lebensbegleitenden Lernens von unterschiedlichen Zuständigkeiten geregelt wird, ist die Schaffung transparenter Kommunikationsstrukturen eine Kernaufgabe des Bildungsbüros“, sagt die Bildungsmanagerin Kalvelage.

Der zweimal im Jahr tagende Bildungsbeirat, in dem unter anderem Vertreter*innen der Schulen, Kitas, Senior*innen, Kammern und Verbänden vertreten sind, lässt sich also vom Bildungsbüro informieren. Die vom Beirat empfohlenen strategischen Lösungsansätze werden anschließend durch die aus Verwaltungsfachleuten bestehende „Steuerungsgruppe Bildung und Wissenschaft“ auf ihre Realisierbarkeit geprüft. In diesem letzten Schritt könnten gleichzeitig auch Fördertöpfe ausfindig gemacht werden, die die Umsetzung bildungspolitischer Ziele unterstützen.

„Der Bildungsbeirat soll eine so große Bandbreite wie möglich haben, um Bildung von der Geburt bis ins hohe Alter abzudecken“, ergänzt Kalvelage, der das lebensbegleitende Lernen schon aus ihrer vorherigen Stelle in der Erwachsenenbildung ein wichtiges Anliegen war. Mehrere Jahre war Kalvelage stellvertretende Leiterin der VHS Cloppenburg. Durch das Dreieck aus Bildungsbeirat, Bildungsbüro und Steuerungsgruppe ergebe sich ein ständiger Austausch an Fachexpertisen und Informationen.

Natürlich gebe es schon einen Austausch zwischen den Bildungsinstitutionen, „aber dieser Informationsfluss war bisher nicht in Hinblick auf eine strategische Zielsetzung in bildungspolitisch relevanten Bereichen geregelt. Zudem wurden die zur Beurteilung von Sachverhalten notwenigen Daten lückenhaft und zum Teil nicht aussagekräftig erhoben. Wir stellen valide Daten und Informationen zusammen und präsentieren sie den Beteiligten.“ So könnten bisher nicht kreisweit erfasste Daten für Vergleichbarkeit sorgen und alle Beteiligten von besonderen Konzepten einzelner profitieren. Gleichzeitig wird das Bildungsbüro über den Tellerrand hinaus schauen und analysieren, wie andere Landkreise auf ähnliche Herausforderungen reagieren. Für solche intensiven Recherchen fehle den einzelnen Stellen oft die Zeit. „Die Zuständigkeiten sind weiter klar geregelt. Wir bestimmen nicht, wir beraten, moderieren und begleiten“, betont Kalvelage.

Die notwendigen Schritte sind auch schon gesetzt: „Sehr wichtig ist gremienübergreifende Transparenz. Und wir brauchen den Willen, bildungsrelevante Themen für den Landkreis weiterzuentwickeln“, betont Kalvelage, die sich mit Herzblut in ihre neue Tätigkeit stürzt. Ab Februar wird sie von einer neuen Kollegin unterstützt, die sich dann um das Bildungsmonitoring, also die Sammlung und Aufbereitung von Daten, kümmern wird. „Das hier ist echt mein Ding und für mich eine echte Herzensangelegenheit“, betont Kalvelage.

Sie freue sich, dass die Kreisverwaltung den Anstoß zur Gründung des Bildungsbüros gegeben habe und auch die Kreispolitik anschließend mehrheitlich grünes Licht gab. Das nächste Treffen des Bildungsbeirats ist am 16. April. Je nach Komplexität der darin eingebrachten Vorschläge lassen sich diese vielleicht sogar noch in diesem Jahr umsetzen. „Ich möchte auch, dass den ausformulierten Zielen bald Ergebnisse folgen“, hofft Kalvelage, die auch für Anregungen von außen offen ist. Wer eine gute Idee hat oder Probleme ansprechen möchte, kann sich bei ihr melden unter 04471/15-762 oder per E-Mail g.kalvelage@lkclp.de.