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Pressemitteilungen

Artikel vom 30.01.2020 | zurück zur Übersicht

Was man als Seniorenbegleiter zurückbekommt

Suche nach Ehrenamtlichen im Nordkreis

Hoffen auf weitere Ehrenamtliche, die sich kostenlos zum DUO-Seniorenbegleiter qualifizieren lassen: Elisabeth Hermes (links)und Rosa Strohschnieder.

Landkreis Cloppenburg. Mehrmals pro Woche macht Rosa Strohschnieder ehrenamtlich Senioren eine Freude. Die Strücklingerin ist seit 2017 ehrenamtliche DUO-Seniorenbegleiterin, eine von vieren im Saterland. „Man wird mit großer Freude begrüßt und nimmt am Ende auch Glücksgefühle mit nach Hause“, betont Strohschnieder, die sich um mehrere Senioren kümmert.

Dabei verschenkt sie etwas an die Senioren, von dem Kinder und Enkel oder auch Pflegedienste oft nicht ausreichend bieten können: gemeinsame Zeit. „Wir gehen oft spazieren, gehen zur Kirche, unterhalten uns sehr viel oder ich komme mit zum Arzt“, gibt Strohschnieder einen Überblick über ihr Aufgabenfeld. Dabei besucht sie manche Senioren einmal pro Woche, andere auch nur einmal im Monat, je nachdem, was beide bevorzugen.

„Um ein guter Seniorenbegleiter zu sein, ist Ausgeglichenheit wichtig. Man muss interessiert an seinem Gegenüber sein, nachfragen und Gespräche aktiv führen“, zählt Rosa Strohschnieder auf. „Es ist sehr wichtig, gut zuhören zu können“, bestätigt auch Elisabeth Hermes, die beim Seniorenstützpunkt des Landkreises Cloppenburg für die Ausbildung von Seniorenbegleitern zuständig ist. „Wenn jemand erzählt, dass in ein paar Tagen die Tochter vorbei kommt, sollte natürlich in der Woche darauf gefragt werden, wie der Besuch war“, findet Hermes. Es müsse demjenigen auch wichtig sein, wie es dem anderen gehe. Auch dafür sei Ausgeglichenheit wichtig, ergänzt Strohschnieder: „Manchmal kommt man auch belastet nach Hause, denn man erfährt in Gesprächen schließlich auch Sorgen, Nöte und Ängste.“

58 ausgebildete DUO-Seniorenbegleiter sind im Landkreis Cloppenburg ehrenamtlich im Einsatz. „Sie helfen bei Einkäufen, führen Gespräche und verbringen gemeinsame Zeit mit einander“, wie Elisabeth Hermes ein Beispiel gibt. Die meisten DUOs arbeiten in Cloppenburg (15), Garrel (11) und Emstek (9). Der Bedarf ist jedoch überall im Landkreis größer als das Angebot. In Bösel und Barßel gibt es derzeit niemanden, der als DUO tätig ist.

Dass man als DUO gebraucht wird, erkennt Rosa Strohschnieder vor allem dann, wenn sie im Urlaub war. „Ich war mal vier Wochen am Stück weg. Da gab es die ganz große Freude bei meiner Wiederkehr, auch darüber, dass diese aufgebaute Vertrautheit wieder aufleben kann. Es wäre schön, wenn noch mehr DUOs qualifiziert werden könnten“, findet die Strücklinger Seniorenbeirätin. Immer mehr Senioren sind alleinstehend und auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Nur so können sie lange in ihrer vertrauten Umgebung ein möglichst selbstständiges Leben führen. Oft sind es die kleinen Dinge, bei denen Unterstützung gebraucht wird.

Der Seniorenstützpunkt des Landkreises Cloppenburg bietet am Donnerstag, 6. Februar, in Kooperation mit den Seniorenbeiräten Barßel und Saterland eine Qualifizierung zum DUO (ehrenamtliche Seniorenbegleiter) an. Die Qualifizierung bereitet alle Interesseierten auf die Tätigkeit, den Senior zu Hause zu begleiten, vor. Dabei geht es nicht um Pflege, sondern um Gesprächsführung, Beschäftigung, rechtliche Fragestellungen und darum das Alter zu verstehen. Die Teilnahme an der Qualifizierung ist kostenfrei.

Die Informationsveranstaltung beginnt um 10 Uhr im Pfarrheim, Marienstraße 12 in Barßel, und wird rund eine Stunde dauern. Die Qualifizierung beginnt am 13. Februar und findet an zehn Terminen, wöchentlich jeweils dienstags und donnerstags in der Zeit von 8.30 - 12.15 Uhr, statt. Nach Abschluss erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein Zertifikat.

Weitere Informationen und Anmeldung beim Seniorenstützpunkt, Ansprechpartnerin ist Elisabeth Hermes, Telefon 04471/15872.