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Pressemitteilungen

Artikel vom 09.01.2020 | zurück zur Übersicht

Schutzengel im Landkreis haben neuen Ansprechpartner

Warum Verkehrsprävention immer wichtiger wird

Fritz Diekgerdes koordiniert beim Landkreis Cloppenburg Präventionsangebote im Rahmen des Schutzengel-Projektes wie dieses Sicherheitstraining.

Landkreis Cloppenburg. Für den Einsatz von Engeln ist in der Regel jemand zuständig, den man im Gebet erreicht. Für Schutzengel im Landkreis Cloppenburg ist seit kurzem jemand zuständig, den man telefonisch, per E-Mail oder im Kreishaus sprechen kann. Fritz Diekgerdes ist seit Dezember in der Kreisverwaltung Ansprechpartner für das Schutzengel-Projekt, durch das eine Bandbreite an Präventionsmaßnahmen angeboten wird. „Ursprünglich sollten junge Menschen dazu ausgebildet werden, um auf Partys Betrunkene davon abzuhalten, sich noch hinters Steuer zu setzen und sich und andere damit zu gefährden“, erklärt der 35-Jährige. Mittlerweile gehe es darüber hinaus. „Es ist kein reines Straßenverkehrsprojekt mehr.“ Das Schutzengelprojekt arbeitet im Rahmen des strukturellen Jugendschutzes zur Gewalt-Sucht-Unfall-Prävention und zur Entwicklung von Zivilcourage.

Der studierte Sozialpädagoge vermittelt Weiterbildungen an Schulen, die junge Menschen an wichtige Themen heranführen, die im Erwachsenenleben Tücken bieten. So werden Schüler mit „Fit for Finance“ durch alltagsnahe Aufgaben an das Thema Finanzen herangeführt. Sie werden sensibilisiert für Schwierigkeiten und Fallen, die es im Umgang mit Geld geben kann. „Das dient der Förderung der finanziellen Bildung und Kompetenz“, sagt Diekgerdes. Dazu gibt es Qualifizierungen zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, die Organisation von (Verkehrs-)präventionstagen an Schulen oder der Förderung von Kommunikationsfähigkeiten in Konfliktsituationen. „Das wird gebraucht, denn im richtigen Moment und entschieden „Nein!“ zu sagen, und Betrunkenen zu verbieten, eine lebensgefährliche Autofahrt anzutreten, ist oft nicht einfach“, weiß der Hemmelter. Die von ihm angebotenen Qualifizierungen stärken die Zivilcourage und Konfliktfähigkeit. „Viele wollen nicht als Spielverderber dastehen, die anderen den Abend vermiesen, begehen damit dann aber einen Fehler, den sie lange bereuen werden“, betont der Familienvater.

1242 Verkehrsunfälle haben junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren im Jahr 2018 im Bereich der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta verursacht. 371 Verletzte, darunter 44 Schwerverletzte, gab es in dieser Altersklasse. Dazu gab es drei Tote zu betrauern. Die Zielgruppe des Schutzengel-Zuständigen ist daher zwischen 16 und 24 Jahren alt. 168 Verkehrsunfälle wurden 2018 durch Alkohol- und Drogeneinfluss verursacht, das sind zwar „nur“ 2,4 Prozent, aber ihre Anzahl steigt seit 2014 im Oldenburger Münsterland kontinuierlich an. „Präventionsarbeit ist in diesem Bereich deswegen superwichtig.“ Finanziert werden die Angebote vollständig aus Bußgeldern der Verkehrsüberwachung des Landkreises.

Neben traditionellen Werbemitteln wie Plakaten und Flyern will Fritz Diekgerdes künftig die Zielgruppe auch im Internet erreichen. „Es soll einen Podcast, also eine jederzeit abrufbare Radiosendung, geben, in dem ich mit dem Verkehrssicherheitsexperte Achim Wach über unsere Themen spreche.“ Dazu kümmert sich Diekgerdes um das SEK des Landkreises, das „Schutzengel-Einsatz-Kommando“, das aus bereits qualifizierten Teilnehmern besteht und regelmäßig weiter geschult wird. „Wir sind gut aufgestellt, brauchen aber immer Verstärkung.“

Weitere Informationen zum Schutzengel-Projekt gibt es im Internet unter www.schutzengelprojekt.de oder im Kontakt mit Fritz Diekgerdes unter Telefon 04471/15-672 sowie per E-Mail f.diekgerdes@lkclp.de.