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Pressemitteilungen

Artikel vom 23.12.2019 | zurück zur Übersicht

„Smart Emergency" erhält Konzeptförderung

Zuwendungsbescheid in Höhe von 100.000 Euro übergeben

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergab den Zuwendungsbescheid an Kreisrat Neidhard Varnhorn (v. l.). Mit dabei: Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und Moderatorin Christiane Stein. Foto: BMVI
Kreisrat Neidhard Varnhorn (mit Mikrofon) stellte in Berlin das Projekt „Smart Emergency“ vor. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (links) übergab ihm einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 100.000 Euro. Foto: BMVI

Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Cloppenburg kann dank einer Zuwendung aus Berlin 100.000 Euro in das Projekt „Smart Emergency – Rettungswesen neu vernetzt!“ investieren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat jetzt einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an Kreisrat Neidhard Varnhorn übergeben. „Wir sind sehr froh, dass Smart Emergency für diese Konzeptförderung ausgewählt wurde“, betont Varnhorn. Nun gelte es, die Stärken des Modells aufzuzeigen, für dessen Konzepterstellung nun Fördergeld zur Verfügung steht. Verkehrsminister Andreas Scheuer teilte mit, dass er einen intensiven Wettbewerb um die verfügbaren Fördermöglichkeiten erwarte. Insgesamt hatte das Ministerium sogenannte Zukunftsschecks in Höhe von 6,2 Millionen für innovative 5G-Ideen ausgegeben.

Bei „Smart Emergency“ geht es vor allem um die Vernetzung von (Gemeinde-)Notfallsanitätern, Fahrzeugen, Krankenhäusern und Fachärzten zur Übertragung von Vitaldaten in Echtzeit an die Notaufnahmen mittels videobasierten Verfahren. Nach der Erprobung im Projekt kann die aufgebaute Infrastruktur auch für andere medizinische Anwendungen genutzt werden: Telemedizinische Beratung zwischen Ärzten in kleineren Krankenhäusern und spezialisierten Kliniken soll genauso verlässlich ermöglicht werden, wie die Beratung von ambulantem Pflegepersonal im häuslichen Bereich.

Beim Gemeinde-Notfallsanitäter handelt es sich um einen speziell weitergebildeten Notfallsanitäter. Die Aufgabe des Gemeinde-Notfallsanitäters liegt darin, einen ressourcenschonenden Einsatz in solchen Fällen zu ermöglichen, bei denen in der Alarmierung der Rettungsleitstelle keine Notfall- bzw. Transportindikation zu bestehen scheint. Vor Ort greift der Gemeinde-Notfallsanitäter auf ein Netzwerk von verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten zurück, indem er Kontakt zu entsprechenden Institutionen, dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst aufnimmt. Dazu ist eine Versorgung mit 5G eine wichtige Voraussetzung, um in Zukunft moderne Technologien wie zum Beispiel AR-Brillen einsetzen zu können.

Gleichzeitig kann „E-Health“ das medizinische Portfolio im Landkreis Cloppenburg erweitern und Fachpersonal effizienter einsetzen. Dazu gehört beispielsweise die regelmäßige Messung von Vitaldaten zur Gesundheitskontrolle und zur Überwachung akut kranker Patienten. Dies kann beispielsweise mittels Smartwatches oder dedizierter Sensoren geschehen, die entweder über Smartphones oder direkt über ein loT Netz kommunizieren. Auch eine Überwachung von Herzschrittmachern wäre möglich sowie eine Videokonferenz zwischen Patienten und Ärzten. Auch für einen möglichen zukünftigen Einsatz von Robotern in der Pflege wird ein stabiles, flächendeckendes und schnelles Telekommunikationsnetz benötigt.

„Smart Emergency“ wird entwickelt vom Landkreis Cloppenburg, seinem Kooperationspartner Gesundheitsregion sowie ihren Mitgliedern, dem DRK-Rettungsdienst, der Großleitstelle Oldenburger Land, den drei Krankenhäusern des Kreises, den niedergelassenen Hausärzten, stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Klinikum Oldenburg. Weitere Projektpartner sind die Digitalagentur Niedersachsen - Digitale Gesundheit, OFFIS - Institut für Informatik, An-Institut der Universität Oldenburg, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises, Fachplanungsbüros und das Telekommunikationsunternehmen Vodafone.