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Pressemitteilungen

Artikel vom 25.11.2019 | zurück zur Übersicht

In 20 Jahren personell um die Hälfte gewachsen

Scheidende Jugendamtsleiterin Lottmann blickt zurück

Die scheidende Leiterin des Jugendamtes des Landkreises Cloppenburg Irmgard Lottmann wurde am Freitag feierlich von ihren Mitarbeitern in den Ruhestand verabschiedet. Ein Oldtimer holte sie von zuhause ab und Lottmanns Stellvertreter Stephan Trenkamp führte sie durch ein besonderes Spalier. Foto: Sascha Sebastian Rühl/ Landkreis Cloppenburg

 

 

 

Landkreis Cloppenburg. Das Aufgabenfeld des Jugendamtes des Landkreises Cloppenburg ist heute größer denn je: Von Adoptionen über Trennungs- und Scheidungsberatung oder Kindertagespflege umfasst der Arbeitsbereich fast alle Formen der Unterstützung junger Menschen und ihrer Eltern. Wenn die scheidende Amtsleiterin Irmgard Lottmann nach 21 Jahren im Jugendamt, zwölf Jahren als seine Leiterin und insgesamt 44 Jahren in der Kreisverwaltung zurückblickt, wird deutlich, wie vielfältig die Zuständigkeiten in diesem Bereich geworden sind. „Es hat sich in den 21 Jahren ganz viel verändert. Wir haben seitdem personell um etwa die Hälfte aufgestockt.“ Heute arbeiten 60, im Jahr 2020 schon 63 Mitarbeiter für das Jugendamt. „Wir sind in dieser Zeit in allen Bereichen gewachsen. Die Dokumentationspflicht ist im sozialen Dienst das A und O. Es ist alles noch bürokratischer geworden.“ Mehr Personal war an vielen Stellen notwendig geworden, weil sich die gesetzlichen Vorlagen für Anträge und Dokumentationen verschärften.

Dabei war die größte Herausforderung in Lottmanns Karriere aber nicht die Bewältigung von Papierbergen, sondern die des Flüchtlingsandrangs im Jahr 2015. „Quasi von heute auf morgen mussten wir Plätze in Jugendhilfeeinrichtungen für 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden“, erinnert sich die heute 63-Jährige. Der Landkreis arbeitete mit sämtlichen Anbietern und Organisationen zusammen, warb um Hilfe von Familien, die ebenfalls Jugendliche aufnehmen könnten. Und das mit durchschlagendem Erfolg. „Nirgendwo in Niedersachsen gab es so viele Gastfamilien wie im Landkreis Cloppenburg.“ Der Weg dorthin gestaltete sich als arbeitsintensiv. „Auf die Schnelle mussten wir die Voraussetzungen der Familien prüfen, die sich beworben hatten.

Alle Angestellten sind in dieser Zeit über sich hinaus gewachsen“, lobt Lottmann im Nachhinein noch einmal ihre Mitarbeiter, die nicht nur über viele Wochen Überstunden in Kauf nahmen, sondern zum Beispiel auch ihre Freizeit am Wochenende opferten, um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) mit in den eigenen Sportverein zu nehmen. „Es ist wirklich toll, wie sich in dieser Krise jeder mit eingebracht hat.“

Auch die Unterbringung von Vorschulkindern in Kindergärten, Krippen und bei Tagespflegepersonen gehört zu den Arbeitsfeldern, die mit der Zeit immer arbeitsintensiver wurden. „Das ist und bleibt auch in Zukunft eine große Herausforderung für das Jugendamt und die Städte und Gemeinden“, betont Lottmann. Gleichzeitig sei der Kinderschutz in Verbänden und Vereinen, der unter anderem Führungszeugnisse von denen verlangt, die mit Kindern arbeiten, nun nach großem Widerstand „auf einem guten Weg“.

Die Entscheidung zum Dienst im Jugendamt hat Irmgard Lottmann nie bereut. „Das war für mich genau das Richtige. Es geht hier darum, dass es Kindern gut geht, wir wollen dabei helfen. Ich freue mich über jeden Fall, wo unsere Hilfe gegriffen oder ein Jugendlicher wieder zurück in die Spur gefunden hat“, betont die Cloppenburgerin, die direkt nach dem Abitur in den Staatsdienst eintrat.

Diese Erfolge, die der Amtsleiterin viel bedeuten, seien ein riesengroßer Verdienst ihrer Mitarbeiter. „Die waren immer sowas von engagiert, davor muss ich meinen Hut ziehen, um das noch einmal positiv herauszustellen.“ So ein Amt könne nur mit einem gut funktionierenden Team funktionieren, in dem ihr Nachfolger und langjähriger Stellvertreter Peter Uchtmann mit offenen Armen zurückempfangen werden wird, verspricht Lottmann. Aktuell ist Uchtmann im Bauamt beschäftigt. Sie selbst habe immer versucht, eine stets präsente Ansprechpartnerin für alle zu sein, um gemeinsam Probleme zu lösen. Außerdem habe sie sich immer dafür eingesetzt, dass sich der Personalstand an der Arbeitsbelastung orientierte.

Nun freut sich die scheidende Amtsleiterin, auch wenn sie ihre Kollegen im täglichen Leben vermissen werde, auf ihren Ruhestand, in dem ihr nicht langweilig werden dürfte. „Vor mir liegt viel Sport in verschiedenen Kursen und mein Mann und ich haben schon ganz viele Reisen für das nächste Jahr gebucht.“ Unter anderem geht es zu einem EM-Spiel der Nationalelf. Am Freitag wurde Lottmann vor ihrer offiziellen Verabschiedung bereits von ihren Mitarbeitern feierlich verabschiedet.