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Pressemitteilungen

Artikel vom 10.10.2019 | zurück zur Übersicht

Heimaufsichten Weser-Ems treffen sich zum Fachaustausch beim Landkreis Cloppenburg

Die Heimaufsichten aus der Region haben sich im Landkreis Cloppenburg getroffen

Die generalisierte Ausbildung, Fachkräftemangel und das zukünftige Vorgehen bei Kontrollen standen kürzlich auf der Tagesordnung der Konferenz der Heimaufsichten Weser-Ems. Gastgeber war in diesem Jahr der Landkreis Cloppenburg. „Wir haben festgestellt, dass die Arbeitsbelastung in allen Heimen hoch ist und die Pflegelandschaft derzeit großen Veränderungen unterworfen ist. Dazu herrscht in vielen Einrichtungen Personalmangel“, fasst Heimaufsicht Sven Unnerstall Erkenntnisse des Treffens zusammen, zu dem er zusammen mit seinem Amtskollegen Martin Richter geladen hatte. Es wurde aber auch deutlich: Im Landkreis Cloppenburg und in der Region wird größtenteils gute und wertvolle Arbeit im Bereich der Pflege geleistet. Der Einladung der beiden Kreismitarbeiter folgten 21 Kolleginnen und Kollegen aus den umliegenden Nachbarlandkreisen sowie die Vertreter der Fachaufsicht aus dem Sozialministerium in Hannover.

Ein wichtiges Thema war die zum Jahresbeginn eingeführte Personalverordnung zum niedersächsischen Heimrecht. Eine zur Bewohnerzahl angemessene Pflege- und Fachkraftquote sind wesentliche Indikatoren für eine qualifizierte Pflege und Betreuung. Die Abfrage zeigte hier einen besonderen Handlungsbedarf für alle Akteure auf. Insbesondere der Mangel an Pflegekräften führt vielerorts zu einer angespannten Versorgungssituation in den Einrichtungen. Die Teilnehmer stellten fest, dass der hohe Personalbedarf bei den Heimbetreibern bereits dazu geführt hat, dass Betten in den Einrichtungen – trotz hoher Nachfrage – wegen Personalmangels nicht belegt werden können. „Hier herrscht ein Zwiespalt zwischen guter Versorgung und Wirtschaftlichkeit. Hier ist die Heimaufsicht gefordert, damit die Pflege sichergestellt wird“, betonen Sven Unnerstall und Martin Richter.

Das Treffen nutzen die Teilnehmer zum Erfahrungsaustausch und zur Abstimmung weiterer gemeinsamer Vorgehensweisen. Die Konferenzteilnehmer legten unter anderem ein einheitliches Vorgehen im Umgang mit scheinselbstständigen Pflegekräften fest, und berieten über die zukünftige Durchführung von unangemeldeten Prüfung der Pflegeeinrichtungen am Wochenende oder in den Abendstunden. „Durch Scheinselbstständigkeit arbeiten Pflegekräfte oft mehr Stunden als zulässig für mehrere Arbeitgeber. Dadurch steigt die Fehleranfälligkeit. Deswegen sind regelmäßige Kontrollen sehr wichtig“, so Unnerstall.

Im Ergebnis stellten die Vertreter der Heimaufsichten fest, dass die regelmäßigen Heimbegehungen - unter Einbeziehung der Bewohnervertretungen - als Qualitätsmaßstab unverzichtbar sind. Ferner ist ein hoher Abstimmungsbedarf und Austausch mit den Einrichtungen erforderlich. Zukünftig wollen sich die Heimaufsichtsbehörden auch weiterhin in regelmäßigen Treffen austauschen und gemeinsam fachliche Fortbildungen organisieren.

Die Konferenz bot eine breite Themenvielfalt, da es aktuell viel Dynamik im Themenfeld Pflege gibt und sich darüber hinaus zahlreiche Veränderungen in den Pflegelandschaften der einzelnen Regionen entwickeln. So befassten sich die Konferenzteilnehmer mit der ab dem 1. April 2020 einzuführenden generalisierten Ausbildung. Die soll zukünftig nicht mehr unter anderem nur in Alten- und Pflegeheimen erfolgen sondern zusätzlich mit einem Ausbildungsanteil in einem Krankenhaus.

Ab 2020 wird es ferner Veränderungen in dem Qualitätsprüfungssystem der teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen geben. Insofern kommt es zu Veränderungen im Prüfverfahren der medizinischen Dienste, die für die Landesverbände der Pflegekassen wiederkehrende Heimprüfungen durchführen. Da auch die Heimaufsichtsbehörden regelmäßige Begehungen der Einrichtungen durchführen, stellten sich den Konferenzteilnehmern wesentliche Fragen der Neuabstimmung zum Prüfungsinhalt.