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Pressemitteilungen

Artikel vom 04.09.2019 | zurück zur Übersicht

Informationsveranstaltung für Angebote zur Unterstützung im Alltag stößt auf große Resonanz

525.000 Euro aus der Pflegeversicherung bleiben ungenutzt

Der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) für den Landkreis Cloppenburg hat im Kreishaus eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung zur Dienstleistung „Angebote zur Unterstützung im Alltag (AzUA)“ durchgeführt.

Landkreis Cloppenburg - Der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) für den Landkreis Cloppenburg hat im Kreishaus eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung zur Dienstleistung „Angebote zur Unterstützung im Alltag (AzUA)“ durchgeführt. Die sogenannten Entlastungs- und Betreuungsleistungen tragen dazu bei, Familien zu unterstützen, die ihre Angehörigen in der eigenen Häuslichkeit versorgen. Jedem Pflegebedürftigen stehen hierfür 125 Euro pro Monat von der Pflegekasse zur Verfügung, die ausschließlich zweckgebunden genutzt werden dürfen. Da nicht genügend Anbieter zur Verfügung stehen, kann dieses Budget oft von den Pflegebedürftigen nicht in Anspruch genommen werden. Genau diese Versorgungslücke im Landkreis Cloppenburg zu schließen und der steigenden Nachfrage der Pflegebedürftigen an Entlastungs- und Betreuungsleistungen mit zusätzlichen Angeboten weiter zu stärken, war das Ziel der Veranstaltung.

Landrat Johann Wimberg zeigte sich beim Grußwort beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl und machte nochmal deutlich, dass allein im Landkreis Cloppenburg durch fehlende Anbieter ein Budget der Pflegeversicherung von 525.000 Euro ungenutzt bleibe. Er warb bei den Zuhörern dafür, die Initiative zu ergreifen, um die Angebotsseite positiv zu verändern. So könne es gelingen, dass die Pflegebedürftigen ihren Wünschen entsprechend, möglichst lange selbständig zu Hause bleiben. Er wies auf die Unterstützung des SPN hin, der alle Interessierten bei der Gründung von AzUA unterstützt.

Im Anschluss erhielten die Zuhörer Informationen zum Antragsverfahren und zur Förderrichtlinie zukünftiger Dienstleister. Die Pause nutzen die Teilnehmer zum Austausch und um sich beim „Markt der Möglichkeiten“ über das Angebot bereits existierender Dienstleister zu informieren.

Die Seniorenbeauftragte der Samtgemeinde Bersenbrück, Gabriele Linster, berichtete, wie eine Kommune als Anbieter auftreten kann. Sie unterstrich, wie wichtig es für die Bürger einer Stadt oder Gemeinde sei, dass hilfs- und pflegebedürftige Bürger direkte Unterstützung am eigenen Wohnort finden. Die gesellschaftlichen Veränderungen (Vereinsamung, fehlende Mobilität, aber auch der Personalmangel in der Pflege) zeigen deutlich einen Bedarf an professionellen niedrigschwelligen Angeboten auf. Linster ermutigte die Städte und Gemeinden, ein solches Angebot kommunal zu organisieren. Dadurch bekommen Pflegebedürftige und pflegende Angehörige weitere Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung, um so lange wie möglich im häuslichen Bereich verbleiben bzw. die Pflege dort durchführen zu können.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten drei anerkannte Anbieter aus dem Landkreis ihr Angebot vor. Bei der Beverbrucher Begegnung handelt es sich um eine Gruppenbetreuung. Das DRK stellte sich als Anbieter für haushaltsnahe Dienstleistungen vor und das Caritas Sozialwerk Friesoythe bietet Einzelbetreuung zur Entlastung in der häuslichen Umgebung an. So bekamen die Zuhörer einen Eindruck davon, wie vielfältig AzUAs gestaltet werden können. Elisabeth Hermes vom Seniorenstützpunkt hofft nun auf viele Anfragen von Engagierten, denen sie ihre Unterstützung bei der Gründung eines AzUA anbietet.

Weitere Interessierte, denen es nicht möglich war, an der Veranstaltung teilzunehmen, können sich ebenfalls gern im Seniorenstützpunkt telefonisch unter 04471-15872 melden oder auf unserer Internetseite Gesundheit & Soziales - Senioren- & Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) informieren.