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Pressemitteilungen

Artikel vom 04.09.2019 | zurück zur Übersicht

Kinodokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“ am 18. und 19. September im CineCenter Cloppenburg

Landkreis Cloppenburg - Die Stabsstelle Gleichstellung, Integration und Demografie des Landkreises Cloppenburg organisiert gemeinsam mit dem Projekt Respekt Coaches des Caritas-Sozialwerks eine Aufführung des preisgekrönten Kinodokumentarfilms „Wir sind Juden aus Breslau“ der Regisseure Karin Kaper und Dirk Szuszies im CineCenter Cloppenburg. Die Aufführung für die Öffentlichkeit beginnt am 18. September um 19.30 Uhr und die Schulvorstellung findet am 19. September um 9.30 Uhr statt.

Der preisgekrönte Film feiert seit seiner Weltpremiere im November 2016 im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas in Wroclaw und den deutschen Premieren im Deutschen Historischen Museum sowie auf dem Internationalen Filmfestival Cottbus bundesweit in mehr als 150 Kinos Erfolge. Der Film lässt teilnehmen am Leben von 14 Überlebenden des Holocaust, die unkommentiert selbst über ihr Schicksal sprechen.

Die gerade in heutigen Zeiten sehr wichtige Dokumentation wird u.a. empfohlen vom Bundesamt für Kultur und Medien, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Landeszentralen für Politische Bildung, dem Bundestagspräsidenten und vielen anderen Institutionen. Der Film liefert neben der Schilderung des Holocausts und seinen Folgen bis heute und dem Kampf gegen Antisemitismus auch sehr wichtige Impulse für die aktuelle Debatte und die Aufklärung über die Flüchtlingsthematik und zunehmende nationalistische Strömungen in unserer Gesellschaft“, so Petra Thesing, Migrationsbeauftragte des Landkreises, die gemeinsam mit Valeria Haupt vom Projekt Respekt Coaches des CSW den Film nach Cloppenburg geholt hat.

Die organisierten Vorführungen begleitet jeweils einer der Regisseure persönlich mit einer Einführung und einem anschließenden erläuternden Filmgespräch.

Eintrittskarten für die Abendvorstellung am 18. September sind im CineCenter Cloppenburg zu erhalten. Schulklassen melden sich direkt beim Landkreis Cloppenburg an: Karin kleine Holthaus, Tel: 04471/15-762, Email: Kl.Holthaus@lkclp.de

Allgemeine Infos zum Film, Kritiken sowie den Trailer finden Sie auf der Homepage

http://judenausbreslaufilm.de

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Protagonisten:
Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie Jugendgruppen aus Bremen und Wrocław.

Drei der Protagonisten (Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht und Eli Heymann) haben Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt.

Anita Lasker-Wallfisch hat am 31. Januar 2018 die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier im Deutschen Bundestag gehalten.

Der Film wurde von Rafal Dutkiewicz, dem Stadtpräsidenten von Wroclaw, mit der Ehrenmedaille für die hervorragende künstlerische Leistung ausgezeichnet.

Karin Kaper erhielt für das Werk vom Land Niedersachsen den deutsch-polnischen Kulturpreis Schlesien 2017.

Yad Vashem in Israel hat die Dokumentation 2018 in das offizielle Programm aufgenommen.

Von besonderer Bedeutung ist es den Regisseuren, den Film Jugendlichen zu zeigen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wie großartig der Film bei Jugendlichen ab 14 Jahren ankommt,
haben inzwischen Veranstaltungen mit über 3000 Jugendlichen in Deutschland, Polen und in Israel bewiesen.

Die organisierten Vorführungen und Sonderveranstaltungen begleitet jeweils einer*e der Regisseure persönlich mit einer Einführung und einem anschließenden erläuternden Filmgespräch.

Wie von vielen Lehrkräften von Schulen unterschiedlichster Art und Altersklassen bestätigt wurde, leistet der Film gerade auch für in Deutschland geborene muslimische Jugendliche und Flüchtlinge, die erst seit kürzerer Zeit in Deutschland leben, einen wertvollen aufklärerischen Beitrag. Gerade auch in Hinsicht weitverbreiteter Vorurteile gegenüber Israel und jüdischen Mitbürgern in Deutschland bietet die Dokumentation vielfältige Ansatzpunkte, um zu einer differenzierteren und nicht einseitigen Einschätzung zu gelangen.

Es ist ein Kinodokumentarfilm, der emotional teilnehmen lässt am Leben von 14 Überlebenden des Holocaust, die unkommentiert selbst über ihr Schicksal sprechen. Und das lässt keinen Jugendlichen unberührt.

Der Film ersetzt nicht den notwendigen Unterrichtsstoff, sondern öffnet die Herzen der Jugendlichen, damit sie sich besser in das Thema einfühlen können.

Die Filmvorführung:

Kinodokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“

Wann?

  • Mittwoch, 18.09.2019 19.30 Uhr im CineCenter Cloppenburg, Osterstraße 38
  • Donnerstag, 19.09.2019 9.30 Uhr im CineCenter Cloppenburg (Schulvorführung)

Für wen?

  • Abendvorführung für alle Interessierte, Eintritt 8,50 EUR
  • Schulvorführungen für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Cloppenburg ab der 8. Klasse. Die Vorführungen erhalten eine Einleitung und Nachbesprechung durch die Regisseure.

Transport und Kosten für die Schulvorführung:

  • Für den Transport ins CineCenter sind die Schulen selber verantwortlich.
  • Der Eintritt beträgt pro Schüler*in 3,00 EUR und wird bitte vorab durch die begleitende Lehrkraft eingesammelt und am Tag der Vorführung abgegeben.

Inhalt des Dokumentarfilms
14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilms "Wir sind Juden aus Breslau", die sich an vergangene Zeiten und die Schreckensherrschaft unter den Nazis erinnern. Als Kinder waren sie voller Erwartungen und in Breslau zuhause, in der Stadt, wo einst die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands beheimatet war. Doch als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, einte die Heranwachsenden die Verfolgung und die ständige Furcht vor dem Tod. Einige gingen ins Exil, andere überlebten die Gräueltaten im Konzentrationslager von Auschwitz. Ob in den USA, England, Frankreich oder auch Deutschland, sie alle bauten sich später ein neues Leben auf und wirkten sogar an der Gründung des Staates Israel mit. Jahrzehnte später unternehmen sie nicht nur eine Reise zurück in die Heimat, sondern auch in die eigene Vergangenheit und lassen eine deutsch-polnische Jugendgruppe an ihren Erfahrungen teilhaben.

Der Film möchte, neben den authentischen Schilderungen des Holocaust und seinen Folgen bis heute, neben dem Kampf gegen wachsenden Antisemitismus, auch auf die aktuellen Debatten und Aufklärung über die Zuwanderungsproblematik und zunehmende nationalistische Strömungen in unserer Gesellschaft hinweisen.

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