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Pressemitteilungen

Artikel vom 29.03.2019 | zurück zur Übersicht

Gewässerrandstreifenförderprogramm im Landkreis Cloppenburg

Stillgelegter Grünstreifen zwischen der Ackerfläche und dem Gewässer soll die Eintragung von Nährstoffen verhindern und die Artenvielfalt stärken.

Landkreis Cloppenburg - Gewässer und ihre Uferbereiche haben als Lebensraum für heimische Tier- und Pflanzenarten eine besondere ökologische Bedeutung, die häufig durch Nährstoffeinträge gefährdet wird. Zur Verminderung der Nährstoffbelastung trägt die Anlage von Gewässerrandstreifen wirksam bei. Eine vielfältige Struktur aus Gräsern und Stauden schafft Nischen und Lebensräume für eine große Artenvielfalt. Gewässerrandstreifen dienen vielen Arten als Teillebensraum, Schutzraum oder Wanderkorridor. Enten brüten in Uferböschungen, Libellen schlüpfen an Uferpflanzen und jagen andere Insekten, die die Blüten der Uferstauden besuchen. Als Linienbiotop sind Gewässerrandstreifen damit ein wichtiger Teil der Biotopvernetzung.

Der Landkreis Cloppenburg fördert daher die Stilllegung eines fünf Meter breiten Randstreifens auf ackerbaulich bewirtschafteten Nutzflächen, um die Gewässerbelastung zu vermindern und die Artenvielfalt durch die Sicherung von Lebensräumen in den Uferbereichen von Gewässern zu stärken. Ein fünf Meter breiter Gewässerrandstreifen vermindert schon um ca. 80 % den Eintrag von Schadstoffen.

Bei sehr schmalen Grundstücken kann ausnahmsweise auch die Gesamtfläche gefördert werden. Insbesondere in Schutzgebieten bzw. schutzwürdigen Gebieten fördert der Landkreis Cloppenburg einen Randstreifen von bis zu 20 Metern oder die Gesamtfläche.

Die Fördersumme beläuft sich auf 750 EUR je Hektar und Jahr bis zu einer Ackerzahl von 25 Punkten. Für jeden weiteren Bewertungspunkt werden zusätzlich 0,12 EUR bis zu einem Höchstbetrag von 1.100 EUR je Hektar und Jahr gezahlt.

Beispielrechnung:
Bei einer Ackerzahl von 30 Punkten ist für einen Gewässerrandstreifen von einem halben Hektar Größe (Länge: 1000 m, Breite: 5 m) eine Fördersumme in Höhe von 405 EUR je Jahr möglich, Für einen Gewässerrandstreifen von einem Hektar Größe kann bei einer Ackerzahl von 35 Punkten ein Förderbetrag von 870 EUR gewährt werden.

Um eine nachhaltige ökologische Wirkung zu erzielen, ist die Förderdauer auf fünf Jahre angelegt, muss aber mindestens drei Jahre betragen. Eine Verlängerung der Laufzeit ist möglich.

An dem Förderprogramm können Eigentümer oder mit Einverständnis des Grundstückseigentümers auch Pächter von Ackerflächen teilnehmen, deren Grundstücke an Fließ- oder Stillgewässer angrenzen oder sie umschließen.

Das Recht, diese Flächen nach Beendigung der Laufzeit des Vertrages in derselben Art und demselben Umfang wie zum Zeitpunkt der Antragstellung nutzen zu können, bleibt bestehen. Der geförderte Geländestreifen gilt weiterhin als landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Nutzungscodierung erfolgt mit dem Code 591 „Ackerland aus der Produktion genommen“. Die Prämie bleibt dann erhalten.

Anträge können in der Kreisverwaltung bei Agnes Meyer unter Tel.: 04471/15-180 oder per E-Mail: ag.meyer@lkclp.de angefordert werden. Sie steht auch für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Der Antrag kann auch aus dem Internet Bauen und Umwelt – Naturschutz und Landschaftspflege - Downloadangebote heruntergeladen werden.