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Pressemitteilungen

Artikel vom 07.11.2018 | zurück zur Übersicht

Abiturquoten im Landkreis Cloppenburg liegen bei über 30 Prozent

Zahlen des Statistischen Bundesamtes erfassen offensichtlich nicht alle Abiturienten

Landkreis Cloppenburg - „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Ob nun dieses Zitat von Winston Churchill stammt oder nicht, es scheint jedenfalls aktueller denn je zu sein, schaut man auf die aktuellen Zahlen und Veröffentlichungen zu Abiturquoten des Statistischen Bundesamtes. Die aktuell veröffentlichten Zahlen zum Anteil der Schülerinnen und Schüler, die im Landkreis Cloppenburg die Allgemeine Hochschulreife ablegen (s. Berichterstattung in der Münsterländischen Tageszeitung vom 6. November), bilden nicht die tatsächliche Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten in unserer Region ab.

Das Statistische Bundesamt legt bei dem ermittelten Wert von 21 % im Jahr 2016 offenbar nur die Absolventen der allgemeinbildenden Gymnasien zugrunde – die Absolventen der beruflichen Gymnasien mit dem gleichen Abschluss werden völlig außen vor gelassen.

„Mit diesen Zahlen werden nicht die tatsächlichen Gegebenheiten in unserem Landkreis wiedergegeben. Gerade im ländlichen Raum sind, anders als im städtischen Bereich, berufsbildende Gymnasien eine stark nachgefragte Schulform. Der dort erworbene Abschluss ist identisch mit dem an den allgemeinbildenden Gymnasien: die Allgemeine Hochschulreife“, so Landrat Johann Wimberg. „Das Hantieren mit dieser Datenbasis ist daher nicht sachgerecht und täuscht über die tatsächlichen Verhältnisse hinweg“, erklärt der Landrat. Da sich dieser Fehler offenbar durch die gesamte Datenerhebung ziehe, könne man nur empfehlen, die Daten vor Ort zu überprüfen und mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu vergleichen.

Tatsächlich haben im Jahr 2016 insgesamt 31,85 % aller Schülerinnen und Schüler im Landkreis Cloppenburg das Abitur erworben, davon 21 % an allgemeinbildenden Gymnasien. Es wurde also deutlich häufiger die Allgemeine Hochschulreife abgelegt, als die Daten des Statistischen Bundesamtes dies suggerieren. Ein Drittel der hiesigen Abiturienten erwerben ihren Schulabschluss an den berufsbildenden Gymnasien - dies ist ein beachtlicher Anteil, der nicht unterschlagen werden darf. Es sei schon beängstigend, dass die Datenerhebungen des statistischen Bundesamtes solche eklatanten Fehler aufweisen. Entweder kenne man in der Behörde die Möglichkeiten des deutschen Schulsystems nicht oder man wolle mit den Daten ganz gezielt Politik machen oder beeinflussen. Beides wäre fatal, denn es erschüttere die Glaubwürdigkeit der Behörde.

„Die schulische Bildung hat im Landkreis Cloppenburg einen hohen Stellenwert. Seit Jahren investieren wir hohe Summen, nicht nur in die allgemeinbildenden, sondern auch in die berufsbildenden Gymnasien, um den Schülerinnen und Schülern ein breit gefächertes und solides Bildungsangebot zu machen. Dies ist ein Grund mit, warum sich viele junge Menschen für diesen Schulweg entscheiden. Die Zahlen belegen dies – und sollten daher immer vollständig genannt werden. Alles andere zeichnet ein falsches Bild der Region“, unterstreicht Wimberg.