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Pressemitteilungen

Artikel vom 06.03.2018 | zurück zur Übersicht

Gesundheitsprojekt „MiMi“ hat bereits über 300 Migranten erreicht

von links: Zeinab Al Hajj, Faten Farhat, Erster Kreisrat Ludger Frische, Rana Al Issawi, Gesundheitsamtsleiter Dr. Daniel Tabeling, Mouna Bakkari, David Brinkmann (Projektkoordinator des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V.), Fadi Constantin, Domna Hodroj. Auf dem Bild fehlen: Nurgül Gülcan, Souad Ghadban

Landkreis Cloppenburg - Unter dem Motto „Mit Migranten - für Migranten“ führt der Landkreis Cloppenburg zusammen mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. seit September 2016 das MiMi-Gesundheitsprojekt durch. Im Rahmen des "Drei-Generationen-Projekts Niedersachsen – Gesundheit mit Migranten für Migranten" (MiMi-Gesundheitsprojekt Niedersachsen) wurde eine Schulung zur Ausbildung von interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen und Gesundheitsmediatoren in Cloppenburg angeboten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesundheitsprojektes wurden von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen geschult und darauf vorbereitet, muttersprachliche und verständliche Informationsveranstaltungen durchzuführen. Die ausgebildeten Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren erläutern Migrantinnen und Migranten muttersprachlich, kultursensibel und fachlich fundiert unter anderem den Aufbau des deutschen Gesundheitssystems und informieren über Präventionsthemen wie „Kindergesundheit“, „Impfschutz“, „Brustkrebsfrüherkennung und -behandlung“, „Alter, Pflege und Gesundheit“, „Diabetes“ oder „Ernährung und Bewegung“. Darüber hinaus geben sie Hinweise zu den verschiedenen Anlauf- und Beratungsstellen im Landkreis Cloppenburg.

Es wurden insgesamt 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit syrischen, libanesischen, irakischen, iranischen, russischen, rumänischen, kasachischen, vietnamesischen, indischen, pakistanischen und türkischen Migrationshintergründen ausgebildet.

An acht ausgebildete Gesundheitsmediatorinnen und Gesundheitsmediatoren wurden jetzt die Zertifikate übergeben. Bisher konnten durch 31 Informationsveranstaltungen kreisweit über 300 Migrantinnen und Migranten erreicht werden.

Ziel des Projektes ist es, kultursensible und muttersprachliche Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention für Migrantinnen und Migranten anzubieten und damit Zugangsbarrieren zu senken. Mit der Unterstützung der ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren soll die Eigenverantwortung der Migrantinnen und Migranten für ihre Gesundheit gestärkt und damit die „gesunde Integration“ von Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen unterstützt werden.

Die aktive Teilnahme des Landkreises Cloppenburg am MiMi-Gesundheitsprojekt Niedersachsen stellt aufgrund der hohen Zuwanderungszahlen im Landkreis Cloppenburg einen wichtigen Beitrag dar, um Migrantinnen und Migranten für gesundheitliche Themen zu sensibilisieren und wichtige Kenntnisse und Informationen auch an nicht deutschsprachige Migrantinnen und Migranten weitervermitteln zu können. Insbesondere bei Menschen mit Migrationshintergründen herrschen bei gesundheitlichen Themen oftmals noch große Unsicherheiten vor, da grundlegende Informationen fehlen. Dies betrifft vor allem auch die Funktionsweise des deutschen Gesundheitssystems, die bestehenden Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung und verschiedene Hilfsangebote, wie beispielsweise Angebote der Krebsvorsorge, die aus Unwissenheit oder Angst vor entstehenden Kosten nicht in Anspruch genommen werden.

Zur Vornahme des MiMi-Gesundheitsprojektes, welches derzeit an verschiedenen Standorten in Niedersachsen durchgeführt wird, erhält das Ethno-Medizinische Zentrum e. V. Fördergelder des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und der MSD Sharp & Dohme GmbH. Das Projekt wird zudem auch vom Landkreis Cloppenburg mitfinanziert.

Für weitere Auskünfte, auch hinsichtlich von Informationsveranstaltungen für Vereine, soziale Einrichtungen oder im privaten Rahmen, steht die MiMi-Standortkoordinatorin für den Landkreis Cloppenburg, Franziska Harling, unter der Telefonnummer 04471/15 603 oder Email: mimi-cloppenburg@lkclp.de zur Verfügung.