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Artikel vom 14.03.2007 | zurück zur Übersicht

Kein Benzol im Grundwasser

Kreis legt Untersuchungsergebnisse vor

Cloppenburg - Das Grundwasser im Bereich der Deponie Stapelfeld ist nicht mit Benzol belastet. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Beprobung, die der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ( NLWKN) im Auftrage des Landkreises Cloppenburg durchgeführt hat.
Insgesamt wurden Proben aus zwölf Grundwasserbrunnen sowie drei Wasserproben aus den neben der Deponie angelegten Klärteichen und zwei Proben aus der Ziegelhofbäke untersucht. Die meisten dieser Messstellen werden bereits seit 1975 im Rahmen der Beweissicherung für die Deponie Stapelfeld regelmäßig beprobt. Zusätzlich zu dem von der zuständigen Aufsichtsbehörde festgelegten Untersuchungsumfang für die Beweissicherung der Deponie wurden bei der jetzt durchgeführten Untersuchung auch die leichtflüchtigen aromatischen Kohlenwasserstoffe (BTEX) in das Untersuchungsprogramm einbezogen. Zu dieser Stoffgruppe gehört auch Benzol.
Nach den vorliegenden Analyseergebnissen ist weder im Grundwasser noch in den Klärteichen oder in der Ziegelhofbäke Benzol vorhanden. Während 16 Proben auch in der Summe der BTEX-Stoffe völlig unauffällig waren, zeigte sich lediglich in einem der beprobten Brunnen zunächst ein leicht erhöhter BTEX-Wert von 0,015 Milligramm pro Liter (mg/l). Im Rahmen einer sechs Tage später durchgeführten Nachbeprobung war auch dieser Brunnen bezüglich der BTEX-Stoffe unauffällig. Bei der Nachbeprobung wurden jedoch geringe Spuren (0,00002 mg/l) von Naphthalin festgestellt. Da bei diesem Brunnen zwei Messungen zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben und die Konzentration der analysierten Stoffe zudem sehr gering ist, sind hier nach übereinstimmender Auffassung des Landkreises und des NLWKN weitere Analysen erforderlich, bevor von einer Verunreinigung des Grundwassers gesprochen werden kann. Außerdem besteht keine hydraulische Verbindung zur Messstelle.
Untersucht wurde auch eine Probe des Deponiesickerwassers aus dem über der Tonabdichtung verlaufenden Drainagesystem. Im Sickerwasser wurden 0,011 mg/l Benzol und ein Gesamtwert-BTEX von 0,0975 mg/l gemessen. Annähernd gleiche Werte waren auch bei einer von Anliegern in Auftrag gegebenen Analyse von Sicherwasser aus demselben Schacht ermittelt worden. Die Kreisverwaltung betont jedoch, dass Messwerte in dieser Größenordnung für eine Deponie mit Siedlungsabfällen nicht ungewöhnlich sind und diese im ungeklärten Sickerwasser ermittelten Werte keinesfalls nach den ausschließlich für das Grundwasser geltenden Prüf- und Grenzwerten beurteilt werden dürfen. Dieses Sickerwasser wird gefasst und gereinigt.
Nach allen vorliegenden Untersuchungsergebnissen gibt es keine Anhaltspunkte für einen Eintrag von Schadstoffen aus der Deponie in das Grundwasser. Dies bestätigt auch die vorliegende Gefährdungsabschätzung des mit der Beweissicherung beauftragten Ingenieurbüros IGB, Hamburg. Nach Aussagen des vereidigten Sachverständigen Dr. Winfried Entenmann ist die als Wanne unterhalb der Deponie vorhandene Tonschicht mit einer Mächtigkeit von neun Metern eine ungewöhnlich gute Abdichtung, die ein Eindringen von Sicherwasser in das Grundwasser zuverlässig verhindert. Die seit 1975 vorliegenden Ergebnisse der Grundwasseranalysen von Messstellen im Anstrom und im Abstrom des Grundwassers zeigten, dass ein Einfluss von Sickerwasser im gesamten Bereich der Deponie nicht nachweisbar sei. Eine Beeinträchtigung für Menschen, Tiere oder Pflanzen in der Umgebung der Deponie über das Grundwasser könne deshalb ausgeschlossen werden, so Dr. Entenmann.