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Pressemitteilungen

Artikel vom 25.03.2014 | zurück zur Übersicht

Sicherung und Rekultivierung der Deponie Stapelfeld

Landkreis Cloppenburg - Die Arbeiten auf der Altdeponie Stapelfeld zur Oberflächenabdichtung und Rekultivierung des Deponiekörpers werden seit Sommer 2013 durchgeführt. Eine Besichtigung der Baustelle fand nun durch den Ausschuss für Planung und Umwelt des Kreistages des Landkreises Cloppenburg statt.

Für die Baumaßnahmen hat das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg im Jahre 2012 die Genehmigung durch einen Planfeststellungsbeschluss erteilt. Zuvor war durch anerkannte Sachverständige eine Gefährdungsabschätzung und eine Untersuchung des Müllkörpers vorgenommen worden. Auf dieser Grundlage hatte das Ingenieurbüro Umtec aus Bremen die Genehmigungsplanung erstellt. Die Sicherungs- und Rekultivierungsmaßnahmen umfassen im Wesentlichen die Umlagerung des Mülls aus dem ca. zweieinhalb Hektar großen Altfeld auf das ca. zehn Hektar große Neufeld, die Anlegung einer Dichtwand bzw. eines Dichtkeils als Seitenabdichtung des Deponiekörpers, die Oberflächenabdichtung mit verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen und darunter liegendem Leckageortungssystem, das Aufbringen einer ca. ein Meter mächtigen Boden- und Rekultivierungsschicht sowie die Umgestaltung der Sicherwasserteiche. Mit der Ausführung der Bauarbeiten ist nach einer europaweiten Ausschreibung die Fa. Bunte, Papenburg, beauftragt worden. Der Bauauftrag hat ein Volumen von rund 9 Mio. Euro. Die Mittel stehen in der für die Rekultivierung der beiden Deponien des Landkreises angesparten Deponierücklage zur Verfügung.

Die Umlagerung des Abfalls aus dem Altfeld auf das Neufeld der Deponie ist vor wenigen Tagen abgeschlossen worden. Derzeit läuft die Wiederverfüllung mit Bodenmaterial. Entsprechend den Ergebnissen der Vorerkundung hat sich bestätigt, dass auf dem Altfeld nur Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle eingelagert waren. Die Umlagerungsmenge betrug ca. 150.000 Kubikmeter.

An der westlichen Deponieböschung wird in den nächsten Wochen zwischen dem wiederverfüllten Altfeld und dem Neufeld eine Kerndichtung aus Ton eingebaut. Ein weiterer Dichtkeil wird entlang des Henkingwegs angelegt. Zudem musste die Böschung und der Wegedamm an der Ziegelhofbäke neu aufgebaut werden. Die übrige umlaufende Böschung der Deponie wird mit einer bis in den mineralischen Untergrund reichenden Suspensionsdichtwand abgedichtet.

An der östlichen Böschung des Deponiekörpers ist für die erforderlichen Prüfungen des Abdichtungssystems ein Probefeld angelegt worden. Hier sind die für den gesamten Deponiekörper vorgesehenen Unterboden- und Ausgleichsschichten, das Leckageerkennungssystem, die verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen, die Drainmatte und ca. 80 Zentimeter Bodenmaterial bereits aufgebracht. Die ca. 20 Zentimeter mächtige Mutterbodenabdeckung fehlt noch. Sobald das Gewerbeaufsichtsamt auf der Grundlage der erstellten Prüfberichte die Freigabe erteilt hat, wird abschnittsweise mit dem Aufbringen der Oberflächenabdichtung begonnen.

Die Umgestaltung der Sicherwasserteiche ist weitgehend abgeschlossen. Nach der Oberflächenabdichtung der Deponie wird mit einem deutlich geringeren und kontinuierlich weiter abnehmenden Sickerwasseraustritt gerechnet. Der dafür erforderliche Sickerwasserteich ist entsprechend hergerichtet und mit Kunststoffdichtungsbahnen sowie einem darunter liegenden Leckageerkennungssystem ausgekleidet worden. Das in diesem Becken gesammelte Sicherwasser wird wie bisher der Kläranlage Cloppenburg zugeführt. Das weitere Gelände der früheren Sicherwasserteiche wird teilweise zu einem Regenrückhaltebecken umgestaltet. Daran schließen sich nach Südosten Sukzessionsflächen an, die als naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen dienen.