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Pressemitteilungen

Artikel vom 12.03.2014 | zurück zur Übersicht

Notfallmappe soll Informationsabläufe verbessern

Foto (von links): Ulrike Scharff, St. Josefs-Hospital Cloppenburg, Karina Lüske, Pius Servicehaus, Cloppenburg, Gabriele Schröder, Kreissozialamt, Dörthe Samuel, Haus am Pastorenbusch, Altenoythe, Kerstin Thien, Krankenhaus St. Marien, Friesoythe, Rita Harting, AOK, Simone Klemme, Seniorenwohnpark Haus Cappeln

Landkreis Cloppenburg - Die Notfallmappe wurde bei einer Einführungsveranstaltung im Kreishaus Cloppenburg Teilnehmern aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen der medizinischen Behandlung und Pflege vorgestellt und dem Landkreis Cloppenburg übergeben.

Simone Klemme, Heimleiterin des Seniorenwohnparks Haus Cappeln, berichtete als Sprecherin des Arbeitskreises "Überleitungsmanagement", dass es im Bereich der Überleitung von Patienten ins Krankenhaus und vom Krankenhaus in das Wohnumfeld verschiedene Handlungsfelder gebe, in denen Verbesserungspotentiale stecken würden.

Ein Problempunkt sei dabei die Informationsweitergabe. Wichtige Unterlagen, Dokumente oder Informationen würden aus Unkenntnis oder aus Zeitgründen erst gar nicht mitgegeben oder untergehen. Bei der Aufnahme ins Krankenhaus sei es für den aufnehmenden Arzt und das weitere Fachpersonal zeitaufwendig, fehlende Auskünfte einzuholen. Das Informationsdefizit und der Zeitverlust führten im Krankenhaus nicht nur zu einem verspäteten Behandlungsbeginn und im negativsten Fall zu einem falschen Behandlungsansatz zum Nachteil des Patienten, sondern auch gesamtgesellschaftlich würden sich diese Umstände Kosten erhöhend für das Krankenhaus und die Krankenkassen auswirken.

Ähnliche Probleme ergäben sich bei der Entlassung nach Hause und der fortgesetzten Behandlung durch den Hausarzt bzw. bei der Anschlusspflege etwa durch einen ambulanten Pflegedienst.

Der Arbeitskreis habe als Reaktion darauf eine Notfallmappe entwickelt, in der die wichtigsten Informationen zu medizinischen Problemen und Behandlungen, Vollmachten und andere bedeutsame Unterlagen gesammelt werden sollten. Optisch sei bewusst die Signalfarbe Rot für den Umschlag des Ordners gewählt worden, damit es einen Wiedererkennungseffekt bei allen Beteiligten in der Hilfskette gebe und die Mappe im Bedarfsfall schnell aufgefunden werden könne.

Die Notfallmappe solle nun mit einigen Kooperationspartnern aus den Bereichen Krankenhäuser, vollstationären Altenpflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten getestet werden. Nach einigen Monaten stehe die Evaluierung des Projekts an. Ziel sei die kreisweite Einführung der Mappe. Bis dahin werden die Kooperationspartner die Notfallmappe zum Selbstkostenpreis anbieten.

Gabriele Schröder, Leiterin des Kreissozialamtes, erklärte, dass die Kreisverwaltung die Einführung der Notfallmappe unterstütze. Sie sehe darin die Chance, die schon bestehende Qualität in der Überleitung im Interesse der Einwohner weiter zu verbessern. Soweit die Einführungsphase positiv verlaufe, sei es wünschenswert, dass die Notfallmappe kreisweit zum Einsatz komme und sie in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz finde.