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Pressemitteilungen

Artikel vom 20.02.2014 | zurück zur Übersicht

Baum- und Gehölzschnitt nur noch bis Ende Februar

Foto (Landkreis Cloppenburg): Rückschnitt einer Kopfweide

Landkreis Cloppenburg - Ab dem 1. März bis Ende September dürfen außerhalb des Waldes oder außerhalb von gärtnerisch genutzten Grundflächen Bäume, Hecken und Gebüsche nicht mehr abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Auf diese Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes zum allgemeinen Biotopschutz weist der Landkreis Cloppenburg hin.

Das zeitlich beschränkte Schneideverbot diene dem Schutz von Tieren, die auf diese Gehölze angewiesen seien. Beispielsweise könnten brütende Vogelarten geschützt werden, die ausreichend Gehölze als Brutplatz für die kommende Brutsaison benötigten. Auch Insekten nutzen das Blütenangebot der Gehölze im Sommerhalbjahr, erläutert die Kreisverwaltung den Hintergrund der Regelungen. Bäume mit Höhlungen dürften grundsätzlich nicht beseitigt werden, weil sie als Sommer- und Winterlebensraum von Fledermäusen in Anspruch genommen würden. Derartige Lebensstätten von streng geschützten Arten seien zu erhalten, so der Landkreis.

Das übliche Beschneiden der Hecken in den Sommermonaten fällt allerdings nicht unter das Verbot. Aus Vogelschutzgründen sollten Heckenschnitte jedoch erst nach dem 24. Juni (Johanni) vorgenommen werden, empfiehlt die Kreisverwaltung. Generell gilt: Der anfallende Strauchschnitt ist nach den Schnittarbeiten zeitnah zu entfernen, um eine Brut im Schnittgut zu verhindern.

Weil auch Röhrichte einen wichtigen Lebensraum darstellen, gilt auch hierfür in der Zeit von Anfang März bis Ende August ein Rückschnittverbot. Viele Arten, die in Schilfen und Röhrichten siedelten, benötigten für die Überwinterung oder Besiedelung dieser Lebensräume stehende Halme des vergangenen Jahres. Daher dürften Röhrichte außerhalb dieser Zeiten nur in Abschnitten zurückgeschnitten werden. Aus Gründen des Biotopschutzes sei zudem das Abbrennen der Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, ungenutzten Grundflächen, an Hecken und Hängen verboten, informiert der Kreis.

Verstöße gegen diese Bestimmungen sind laut Kreisverwaltung Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld geahndet werden.