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Allgemein

Artikel vom 03.03.2020 | zurück zur Übersicht

Landkreis sucht weitere Pflegeeltern

Die Kindererziehung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe der Eltern. Nicht immer sind jedoch die leiblichen Eltern dazu in der Lage. Partnerschaftliche Probleme, Arbeitslosigkeit, eine soziale Notlage oder Krankheit (physisch oder psychisch) können dazu führen, dass die Erziehungsfähigkeit der Eltern eingeschränkt oder gänzlich unmöglich geworden ist und die Kinder nur zeitweise oder gar nicht im Elternhaus leben können.

Der Pflegekinderdienst des Landkreises Cloppenburg sucht derzeit Pflegefamilien für Kinder, die vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihren Eltern leben können, Kurzzeitpflegefamilien (begrenzte Vollzeitpflege) für Kinder deren Eltern kurzzeitig z.B. wegen eines unerwarteten Krankenhausaufenthaltes, einer Kur oder einer Inhaftierung ausfallen, Bereitschaftspflegefamilien, die Kinder kurzfristig aufnehmen, wenn eine dem Kindeswohl gefährdende Situation vorliegt, Sonderpflegefamilien für Kinder aller Altersgruppen im Falle von seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen.

Die Entscheidung, ein Pflegekind für einen begrenzten Zeitraum oder auf Dauer aufzunehmen und damit einem Kind Geborgenheit, Zuneigung und Hilfestellung zu geben, hat weitreichende Konsequenzen für alle Mitglieder der Pflegefamilie. Wichtig für Pflegeeltern ist, dass sie sich auch auf die leiblichen Eltern einlassen können und gleichzeitig die Verantwortung und Erziehung für das Pflegekind übernehmen wollen. Nicht nur kleine Kinder suchen ein neues Zuhause, sondern auch größere Kinder im Schulalter oder Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Interessierte werden durch eine Informationsveranstaltung in die Thematik eingeführt, die von Montag, 9., bis Mittwoch, 11. März, von 9.30 bis 16.30 Uhr in Altenoythe stattfindet. Bewerber*innen erhalten eine umfangreiche Schulung. Die wichtigste Grundlage für die Aufnahme eines Pflegekindes ist eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Jugendamt.

Pflegeeltern haben Anspruch auf Pflegegeld, das nach Alter des Pflegekindes gestaffelt ist. Pflegegeld setzt sich zusammen aus dem Grundbedarfssatz (Lebensunterhalt des Pflegekindes) und den Kosten der Erziehung als Anerkennungsbeitrag für die Erziehungsleistung der Pflegeeltern. Ebenfalls gibt es Zuschüsse zur Altersversorgung und Unfallversicherung.

Es ist eine vorherige Anmeldung bei Alexandra Bomke, Eleonore Lehmann und Mechtild Penning telefonisch unter 04471/15-751, -291 oder -314 oder per E-Mail an m.penning@lkclp.de nötig.